William und Kate in Berlin
William und Kate in Berlin
Deutscher Caritasverband
Deutscher Caritasverband

20.07.2017

Caritas-Projekt erhält Preis von William und Kate Berliner Online-Suizidprävention

Die Leiterin einer Berliner Suizidpräventionsstelle ist vom britischen Prinzen William und seiner Frau Catherine ausgezeichnet worden.  Die Caritas-Mitarbeiterin Anna Gleiniger setzt sich für Menschen mit seelischen Erkrankungen ein.

Anlässlich des Deutschland-Besuchs des Herzogs und der Herzogin von Cambridge vergab die Britische Botschaft den Preis "Mental Health Hero". Gleiniger leitet das Caritas-Projekts "[U25] Berlin - Online-Suizidprävention". Der Wettbewerb würdigt junge Helfer, die Menschen mit psychischen Problemen unterstützen. Juroren waren unter anderen Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), die Vorstandsvorsitzende der Robert-Enke-Stiftung, Teresa Enke, sowie Eckart von Hirschhausen, Gründer der Stiftung "Humor Hilft Heilen". Gleiniger hatte am Mittwochabend bei der "Queen's Garden Party" in der Residenz des britischen Botschafters die Gelegenheit, William und Kate sowie die Jury persönlich kennenzulernen.

"[U-25]" höchste Rate an Suizidversuchen

Mit dem Projekt macht sich der Deutsche Caritasverband für junge Menschen unter 25 Jahren stark, die die höchste Rate an Suizidversuchen aufweisen. "Wir müssen dorthin gehen, wo sich die Jugendlichen aufhalten. Das ist in den Schulen und im Internet", sagte Caritas-Präsident Peter Neher. "[U25]" ist ein kostenloses und anonymes Mailberatungsangebot für suizidgefährdete Jugendliche. Diese werden von etwa Gleichaltrigen beraten, die ehrenamtlich arbeiten und vorher in einer sechsmonatigen Ausbildung auf die Beratungstätigkeit vorbereitet werden.

Britische Botschaft rief "Mental Health Hero"-Wettbewerb aus

Die Britische Botschaft hatte den "Mental Health Hero"-Wettbewerb ausgerufen, weil William und Kate der Umgang mit psychischen Krankheiten, die oft mit Vorurteilen behaftet seien, sehr am Herzen liege. Die Arbeit in diesem Bereich werde in großen Teilen von Ehrenamtlichen geleistet, sagte der britische Botschafter Sir Sebastian Wood.

(epd)