Rettungskräfte behandeln in Jerusalem nach einem Messerangriff eine Frau
Rettungskräfte behandeln in Jerusalem nach einem Messerangriff eine Frau

14.04.2017

Angriff am Karfreitag in Jerusalem Britin bei Messerattacke getötet

Bluttat am Karfreitag: Bei einem Messerangriff in Jerusalem nahe der Altstadt ist am Karfreitag eine Frau tödlich verletzt worden. Der Täter soll psychisch krank sein.

Bei einem Messerangriff in Jerusalem nahe der Altstadt ist am Karfreitag eine Frau tödlich verletzt worden. Zwei weitere Personen wurden laut Polizeiangaben leicht verletzt. Bei dem Angreifer handele es sich um einen 57-jährigen Palästinenser aus Ostjerusalem. Der Mann, der psychisch krank sein soll, wurde festgenommen. Bei dem Opfer handelt es sich Medienberichten zufolge um eine 25-jährige Studentin aus Großbritannien. Sie war zunächst ins Krankenhaus gebracht worden, wo sie anschließend starb.

In der Altstadt gedachten Tausende Pilger des Todes Jesus Christi am Kreuz. Sie gingen in Prozessionen der Kirchen über die Via Dolorosa. Viele Menschen trugen dabei auf dem Weg zur Grabeskirche Holzkreuze, um das Leiden Jesu nachzuempfinden. Am Ort der Kirche soll nach christlicher Überlieferung Jesus gestorben, begraben und wieder auferstanden sein. Ostern ist das höchste Fest des Christentums.

In Straßenbahn attackiert

Der laut Polizei 57-jährige Attentäter hatte die Frau in einer Straßenbahn attackiert. Bei dem Opfer soll es sich um eine 25-jährige Studentin aus Großbritannien handeln. Aufgrund des folgenden, abrupten Halts der Bahn wurde auch eine schwangere Frau verletzt. Ein Polizist in der Bahn überwältigte den Mann.

An diesem Wochenende sind besonders viele Pilger in der Stadt. 2017 fällt nicht nur das Osterfest der westlichen Kirchen und der orthodoxen Kirchen zusammen. Auch das jüdische Pessach-Fest wird in dieser Woche begangen. Dabei erinnern die Juden an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Das israelische Tourismusministerium erwartet in dieser Zeit 79 500 christliche und 78 500 jüdische Pilger aus dem Ausland.

(KNA, dpa)