Papst Franziskus erhält "Bambi"
Papst Franziskus erhält "Bambi"

11.11.2016

Papst Franziskus mit "Bambi" ausgezeichnet Ein Reh für Nächstenliebe

Papst Franziskus ist mit dem Medienpreis "Bambi" ausgezeichnet worden. Das katholische Kirchenoberhaupt nahm den Preis bereits am Donnerstag in Rom entgegen, wie der Preisstifter am Freitag in München bekanntgab.

Die Jury begründete die Auszeichnung mit der "großen praktizierten Nächstenliebe des Papstes zu den Ärmsten der Welt". Weltweit schätzten die Menschen seine Authentizität, sein soziales Engagement und seinen unermüdlichen Einsatz für eine bessere Welt. "Mit seinem Aufruf zu mehr Toleranz und seiner besonderen Nähe zum Volk schafft er es, die Menschen - insbesondere die Jugend - wieder an die Kirche heranzuführen", hieß es. Franziskus habe "die Linderung der Leiden der Armen in den Mittelpunkt seines Pontifikates gerückt und die Menschheit angesichts der weltweit wachsenden Flüchtlingsströme zu mehr Hilfsbereitschaft und Barmherzigkeit aufgefordert", so die Jury.

Im Fernsehen zu sehen

Überbringerin des "Bambi" im Apostolischen Palast war die in Berlin lebende syrische Schwimmsportlerin Yusra Mardini. Sie hatte auf ihrer eigenen Flucht über das Mittelmeer Dutzende Mitflüchtlinge gerettet, indem sie mit ihrer Schwester schwimmend ein Schlauchboot an die Küste von Lesbos manövrierte. Yusra Mardini war bei den Olympischen Spielen in Rio im Flüchtlingsteam angetreten.

Bei der Übergabe des Preises in Rom war auch Kurienerzbischof Georg Gänswein zugegen. Die Verleihung des Bambi an Papst Franziskus wird am kommenden Donnerstag am 17. November während der Live-Sendung "Bambi 2016" ab 20.15 Uhr in der ARD zu sehen sein, wie es weiter hieß.

Für großartige Verdienste um das Miteinander der Menschen

Die Jury betonte: "Wir sind sehr geehrt, Seiner Heiligkeit Papst Franziskus in Anerkennung seiner großartigen Verdienste um das Miteinander der Menschen den Bambi in der Kategorie 'Millennium' verleihen zu dürfen." Zu den "Millennium"-Preisträgern der vergangenen Jahre zählen Bill Gates, Bill Clinton, Helmut Schmidt, Muhammad Ali, Königin Rania von Jordanien, Kronprinzessin Mary von Dänemark und Königin Silvia von Schweden.

(KNA)