Seligsprechung in Madrid
Seligsprechung in Madrid
Seligsprechung in Madrid
Seligsprechung in Madrid

28.09.2014

Früherer Opus-Dei-Leiter Portillo in Madrid seliggesprochen Vorbild für heutige Gläubige

Der frühere Opus-Dei-Leiter Alvaro del Portillo ist am Samstag in Madrid seliggesprochen worden. An der Feier nahmen über 100.000 Gläubige teil.

Die Seligsprechung leitete im Auftrag des Papstes der Präfekt der römischen Heiligsprechungskongregation, Kardinal Angelo Amato, im Valdebebas-Park vor über 100.000 Gläubigen.

In einer übersandten Botschaft würdigte Papst Franziskus Portillo als Vorbild für heutige Gläubige, "keine Angst zu haben, gegen den Strom zu schwimmen und zu leiden bei der Weitergabe des Evangeliums". Der Papst betonte in seinem Schreiben, der neue Selige zeige, dass auch "die Einfachheit und Alltäglichkeit unseres Lebens" ein "sicherer Weg zur Heiligkeit" sein könnten. Zudem hob er die zahlreichen Projekte der Evangelisierung hervor, die Portillo angestoßen habe.

Nachfolger von Escriva

Der aus Madrid stammende Alvaro del Portillo war von 1975 bis zu seinem Tod 1994 Leiter der katholischen Laienorganisation Opus Dei. In dieser Rolle war er der erste Nachfolger des Opus-Dei-Gründers Josemaria Escriva (1902-1975). Dieser wurde 2002 von Johannes Paul II. heiliggesprochen.

Alvaro del Portillo schloss sich bereits in den 30er Jahren der jungen Bewegung Escrivas an. Nach seiner Priesterweihe 1944 ging er nach Rom, wo er neben verschiedenen Aufgaben in der Kurie auch am Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) teilnahm. Als für das Opus Dei 1982 eine eigene Rechtsform, die sogenannte Personalprälatur, geschaffen wurde, ernannte Johannes Paul II. del Portillo zum ersten Prälaten. 1991 weihte er ihn zum Bischof.

Grußwort von Kardinal Marx

Kommenden Dienstag findet in der römischen Papst-Basilika San Giovanni in Laterano eine Dankmesse für die Seligsprechung statt. Am Mittwoch empfängt Papst Franziskus Teilnehmer der Feier im Rahmen seiner Generalaudienz.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, würdigte das Wirken der Opus-Dei-Mitglieder als "Heiligung der täglichen Arbeit in der Familie und als Bürger in der säkularen Gesellschaft". Diese Christen gäben "dem Evangelium bis heute ein sympathisches Gesicht", schrieb Marx in einem Grußwort.
 

(KNA)