Bischof Heiner Koch in Dresden
Bischof Heiner Koch

05.06.2013

Bischof Koch freut sich auf Eucharistischen Kongress Gott erfahren, nicht irgendetwas

Es geht beim Eucharistischen Kongress nicht um irgendetwas, sondern um "einen persönlichen Gott, der ein Herz hat“. Das betont Bischof Heiner Koch zum Auftakt des großen Glaubensfestes.

"Es ist ein Stück nach Hause kommen“, beschreibt Dresdens Bischof Heiner Koch seine Anreise nach Köln. Viele Jahre war er in Köln tätig, zuletzt als Weihbischof. "Als ich hier über die Rheinbrücke gefahren bin und den Kölner Dom gesehen habe - das ist einfach nicht überbietbar, wobei wir in Dresden eine schöne Hofkirche haben.“

Bischof Heiner Koch ist selbst mit acht Veranstaltungen und Gottesdiensten an dem großen Glaubensfest beteiligt. Im domradio.de-Interview zählt er am Mittwoch kurz vor dem Eucharistischen Kongress auf: "Ich habe zwei Katechesen, zwei Podiumsdiskussionen, ich segne das Frauendenkmal ein, ich bin beim Nightfever, ich habe zwei Vespern, ich habe ein Treffen mit den Dresdnern im Kölner Karmel.“ Das Programm sei so voll, dass er außer seinen Veranstaltungen nicht viel erleben werde.

Zeit für Glaubenszeugnisse

Am meisten freue er sich jedoch auf die zahlreichen Begegnungen. "Ich hoffe, dass es gute Glaubenszeugnisse gibt.“ Wenn Menschen erlebten, dass es Menschen gibt, die mit Gott leben und deren Leben dadurch eine reiche Qualität bekommt, dann sollte "der Funke überspringen“, so hofft Koch.

Beim Eucharistischen Kongress gehe es nicht um einen "Etwasismus“, also um irgendetwas, sondern darum, dass es da "einen persönlichen Gott gibt, der ein Herz hat“, betont er.

Hochwasser in Dresden im Blick

So wichtig ihm der Eucharistische Kongress auch ist, den Hochwasserstand im Bistum Dresden-Meißen hält Bischof Koch fest im Blick. In einigen Regionen gehe das Wasser momentan zurück, aber in anderen Teilen bleibe die Lage angespannt, vieles hänge nun von der weiteren Entwicklung an der Moldau ab. Sollte sich die Lage weiter verschlimmern, werde er wieder zurück reisen, kündigt Koch an.

Aus dem Bistum Dresden-Meißen seien auch Christen nach Köln zum Eucharistischen Kongress angereist. „Der große Unterschied ist zum Karneval, dass es hier um Jesus Christus geht und Jesus Christus ist nicht so leicht verkaufbar oder schon gar nicht so leicht konsumierbar wie manches im Karneval.“ Das setze schon eine Glaubensbereitschaft, eine Offenheit voraus, das sei schon anstrengender.

Bischof Koch, der Generalsekretär des Weltjugendtages in Köln war, sieht eher Ähnlichkeiten des Eucharistischen Kongresses mit dem Weltjugendtag. "Ich hoffe, dass der Funke, der damals sehr stark von den Menschen übergesprungen ist, die nicht Deutsch waren, dass der Funke auch so überspringt“. Nicht zuletzt gebe Petrus auch seinen Segen.

domradio.de überträgt täglich bis Sonntag rund um den Eucharistischen Kongress.

(dr)