19.04.2013

Loveparade-Betroffene bekommen weiteren Ansprechpartner Pfarrer als Ombudsmann

Betroffene der Loveparade-Katastrophe von Duisburg haben einen weiteren Ansprechpartner. Die Stadt Duisburg stellte am Freitag den evangelischen Pfarrer Jürgen Widera als Ombudsmann vor.

 Widera werde als unabhängige Vertrauensperson künftig ehrenamtlich die Interessen von Betroffenen bei Konflikten etwa mit Behörden und Versicherungen vertreten, teilte die Stadt mit. Er wolle helfen, "dass weiter vorhandene Wunden vernarben", sagte Widera.

Mehr als zweieinhalb Jahre nach dem Unglück kämpfen viele Opfer und Hinterbliebene noch immer mit den Folgen der Katastrophe. Bei einer Massenpanik auf dem Technofestival am 24. Juli 2010 waren 21 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 500 wurden verletzt.

Widera betonte, dass er zwar von der Stadt beauftragt sei, aber "ganz klar auf der Seite der Betroffenen" stehe. Widera ist ehrenamtlicher Ombudsmann. Der 58-Jährige leitet den Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) in der Region Duisburg-Niederrhein, eine Einrichtung der Evangelischen Kirche.

Wunsch der Betroffenen

Oberbürgermeister Sören Link (SPD) sagte, dass sich viele Opfer und Angehörige "sehr deutlich" von ihm einen Ombudsmann gewünscht hätten. "Jürgen Widera war im vergangenen Jahr einer ihrer Vorschläge." Für ihn persönlich ändere sich nichts, sagte Link. «Ich bleibe in engem Kontakt mit den Familien.»

Ombudsmann der Landesregierung für die für die Hinterbliebenen und Verletzten ist nach wie vor der ehemalige Staatssekretär Wolfgang Riotte, wie die Bezirksregierung Düsseldorf auf Anfrage erklärte.

(dpa)