14.12.2012

Engländerin vermacht Kölner Dom Vermögen Thanks, Mrs. Woodward!

Auch so geht Testament: Eine Engländerin hat dem Kölner Dom ein Vermögen vermacht. Das Geld soll für die Behebung von Kriegsschäden an dem Weltkulturerbe eingesetzt werden.

Die Spende in Höhe von 363.890 Euro wurde von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz an Feldhoff und Dombaumeister Michael Hauck übergeben.  Erblasserin ist Berta Woodward, geborene Rakowitz. In ihrem Testament habe sie ihre Schwester und eine Bekannte als Erben eingesetzt. Für den Fall, dass diese vor ihr sterben, sollte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in den Genuss der Erbschaft kommen. Die Engländerin starb am 24. März 2011 im Alter von 80 Jahren. "Wir sind Mrs. Berta Woodward für ihr großherziges Vermächtnis zu tiefem Dank verpflichtet", erklärte Dompropst Norbert Feldhoff am Donnerstag in der Domstadt mit.

Der Kölner Dom hatte im Zweiten Weltkrieg schwere Zerstörungen erlitten. Besonders beim sogenannten 1.000-Bomber-Angriff am 31. Mai 1942 und am 2. März 1945 war er durch 14 schwere Sprengbomben beschädigt worden. Noch heute sind zahlreiche kleine Kriegsschäden zu erkennen. Dabei handelt es sich etwa um fehlende Fialen und Kreuzblumen sowie Aussprengungen und Einschusslöcher.

In den kommenden Jahren sollen nach Angaben Haucks im Bereich der Nordquerhausfassade Restaurierungsarbeiten stattfinden. Die unerwartete Erbschaft bilde die Grundlage der Finanzierung, teilte die Kölner Dombauhütte mit. Für die Sanierung an den dortigen nicht kriegszerstörten Portalskulpturen sucht der Zentral-Dombau-Verein (ZDV) Sponsoren.

(KNA)