"Mal fünf Minuten die Hand des Sterbenden halten"
Kirche: Für Achtung der Würde des Sterbenden

12.09.2012

Bischöfe erneuern Kritik an kommerzieller Sterbehilfe Debatte dauert an

Vor dem Hintergrund ist der vom Bundeskabinett Ende August gebilligte Gesetzentwurf zum Verbot der gewerbsmäßigen Sterbehilfe hat die Deutsche Bischofskonferenz erneut ein umfassendes Verbot organisierter Beihilfe zur Selbsttötung gefordert. Ein gesetzliches Verbot lediglich "des gewerbsmäßigen, also gewinnorientierten Handelns" greife zu kurz, so die Bischöfe.

Der Ständige Rat der Bischofskonferenz erklärte am Mittwoch in Bonn, eine solche Engführung könnte den Eindruck erwecken, "alle nicht kommerziellen Formen seien als legitim zugelassen". Die Initiative von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) sieht vor, die gewerbliche Förderung der Selbsttötung unter Strafe zu stellen.

Die katholische Kirche begrüße Initiativen zur Reduzierung der "alarmierend" gestiegenen Zahl von Fällen des begleiteten Suizids, erklärten die Bischöfe. Die Beihilfe zur Selbsttötung dürfe nicht zu einer normalen, gesellschaftlich anerkannten Dienstleistung werden.
Die Förderung jeder Form von institutionalisierter Suizidhilfe sei daher ethisch verwerflich.

Die Bischöfe fordern eine Ausweitung der Hospizangebote und eine Verbesserung der palliativ-medizinischen Versorgung. Eine menschenwürdige Sterbebegleitung, die sich an "den Grundsätzen der Leidminderung, Zuwendung und Fürsorge orientiert und die jede Form der Unterstützung zur Selbsttötung entschieden ablehnt" sei Aufgabe der ganzen Gesellschaft. Der Wunsch zu sterben, werde oft erst aus Verzweiflung geboren. Oft sei er nicht von Dauer, wenn dem Kranken liebevolle Begleitung zuteilwerde.

Nachbesserungen nötig
Auch Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) hatte eine Änderung des Gesetzentwurfs zum Verbot der gewerbsmäßigen Sterbehilfe
gefordert: "Solange es für das Verbot entscheidend auf die Gewerblichkeit ankommen soll, wie das der Gesetzentwurf vorsieht, bietet der Straftatbestand zu viele Schlupflöcher", erklärte Merk am Dienstag: "Wir müssen die Strafbarkeit deshalb auf jegliche organisierte Sterbehilfe ausdehnen."

Merk kritisierte in diesem Zusammenhang die Sterbehilfeorganisation des ehemaligen Hamburger Justizsenators Roger Kusch. Dieser versuche, das geplante Verbot der gewerbsmäßigen Suizidbeihilfe bereits zu umgehen, bevor es in Kraft ist. Merk: "Die Versuche von Herrn Kusch, durch eine Sterbehilfe mit einer zynischen "Geld-zurück-Garantie" den Eindruck zu erwecken, seine Organisation sei nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet," zeigten, dass das Gesetz in diesem Punkt dringend nachgebessert werden muss, heißt es in einer Stellungnahme des bayerischen Justizministeriums.

Adventskalender

Messenger-Gemeinde

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Morgenimpuls mit Schwester Katharina

Jeden Morgen von Montag bis Freitag on Air und Online: Schwester Katharina Hartleib aus Olpe begleitet Sie mit spirituellen Impulsen in den Tag.

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 08.12.
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO Der Sonntag

07:20 - 07:20 Uhr

WunderBar

07:50 - 07:55 Uhr

Wort des Bischofs

09:40 - 09:45 Uhr

Kirche2Go

10:00 - 12:00 Uhr

Gottesdienst

11:00 - 16:00 Uhr

DOMRADIO Der Sonntag

10:00 - 12:00 Uhr

Gottesdienst

11:00 - 16:00 Uhr

DOMRADIO Der Sonntag

12:40 - 12:45 Uhr

WunderBar

17:50 - 17:55 Uhr

Wort des Bischofs

18:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Menschen

19:00 - 20:00 Uhr

DOMRADIO Kopfhörer

20:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Musica

  • Musik zum 2. Adventssonntag u. a. mit Bachs Kantate "Bereitet die Wege, bereitet die Bahn!"
Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

DOMRADIO.DE auch auf Alexa

Gottesdienste, Nachrichten und das Evangelium – jetzt täglich auch auf Ihrem Echo und Echo Show!

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Der tägliche Impuls von Weihbischof Puff