14.08.2012

Bundesregierung will christlichen Syrien-Flüchtlingen nicht besonders helfen Warnung vor Neid und Missstimmung

Der Bürgerkrieg in Syrien tobt von Tag zu Tag mehr. Angesichts der fortdauernden Kämpfe wächst die Sorge um die christliche Minderheit. Einseitige Hilfe für christliche syrische Flüchtlinge lehnt Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel dennoch ab.

Wenn die Hilfe eine Bevölkerungsgruppe bevorzuge, eröffne dies zusätzliche Konfliktherde, sagte Niebel am Dienstag im Südwestrundfunk. Einseitige Hilfe schüre Neid, Missstimmung und führe zu weiteren Gewaltakten. Die Bundesregierung unterstützt Jordanien mit 22 Millionen Euro, damit das arme Land die rund 150.000 syrischen Flüchtlinge versorgen kann.

Jordanien habe die Bundesregierung um Hilfe gebeten, sagte Niebel, der am Montag das Flüchtlingslager an der Grenze zu Syrien besucht hatte. "Es ist ein Überleben, das dort gewährleistet wird, aber keine Perspektive." Das Geld aus Deutschland werde vor allem für die Wasserversorgung und für medizinische Hilfe gebraucht. Täglich fliehen Syrer vor den Kämpfen zwischen dem Regime von Präsident Baschar al-Assad und der Opposition nach Jordanien.

Bundesregierung setzt auf politische Lösung
Syrische Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen sei derzeit nicht nötig, erklärte der Minister. Man müsse stattdessen zu einer politischen Lösung beitragen, damit die Menschen keinen Grund mehr zum Fliehen hätten. Zudem sei es am vernünftigsten, die Flüchtlinge möglichst in der Nähe ihrer Heimat zu versorgen, damit sie früher zurück könnten. "Eine andere Regelung ist derzeit nicht notwendig." Die Bundesregierung bewerte die Lage in Syrien allerdings regelmäßig.

Gleichzeitig müsse auch die jordanische Bevölkerung Hilfe erhalten, betonte Niebel. "Denn wenn die Aufnahme der Flüchtlinge dazu führt, dass die lokale Bevölkerung nicht mehr ordentlich versorgt werden kann, dann kann das zu Konflikten führen. "Sollten daraufhin die Grenzen geschlossen werden, gäbe es eine humanitäre Katastrophe. Man müsse dafür sorgen, dass die jordanische Bevölkerung ähnlich gut versorgt werde wie die Flüchtlinge.

Messenger-Gemeinde

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Morgenimpuls mit Schwester Katharina

Jeden Morgen von Montag bis Freitag on Air und Online: Schwester Katharina Hartleib aus Olpe begleitet Sie mit spirituellen Impulsen in den Tag.

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 22.11.
Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

DOMRADIO.DE auch auf Alexa

Gottesdienste, Nachrichten und das Evangelium – jetzt täglich auch auf Ihrem Echo und Echo Show!

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Der tägliche Impuls von Weihbischof Puff