23.01.2012

Der ungewöhnliche Lebensweg des Peter Dyckhoff Vom Unternehmer wider Willen zum Priester

Peter Dyckhoff ist einer der erfolgreichsten christlichen Autoren Deutschlands. Katholischer Priester wurde er erst mit 43 Jahren. Zwei Schicksalsschläge hatten vorher seinen Lebenstraum verhindert, erzählt er im Interview mit domradio.de, wo er in dieser Woche für die Auslegung des Tagesevangeliums verantwortlich ist.

domradio.de: Sie haben nicht sofort den "katholischen" weg eingeschlagen, zunächst haben Sie Psychologie studiert. War das vorher lange klar für Sie?
Dyckhoff: Das war nicht klar. Mit 16, 17 wollte ich gerne Priester werden. Was aber dann leider durch einen Unfall bei den Jesuiten in Frankfurt vorerst vereitelt wurde. Ich war dann sehr krank, und als Kompromiss habe ich dann von meinem Vater die Erlaubnis bekommen - damals war ich noch keine 21 - Psychologie zu studieren, um evtl. seinen Betrieb zu übernehmen. Oder eines Tages doch noch Priester zu werden. Denn meine Eltern waren nicht ganz dafür, dass ich als ältester Sohn nicht die Firma übernahm, sondern eigene Wege gehen wollte.

domradio.de: Zwölf Jahre lang haben Sie dann haben Sie einen mittelständischen Industriebetrieb geleitet. Wie war das für Sie? Eine Qual?
Dyckhoff: Ja, das war es. Vater verunglückte tödlich mit dem Auto. Und der Betrieb hatte damals über 200 Mitarbeiter, die dann da standen. Ich musste einfach mein Studium - ich war im Endexamen - unterbrechen und die Firma übernehmen. Das habe ich dann zwölf Jahre getan, mit Hängen und Würgen. Ich war kein guter Geschäftsführer. Ich habe es versucht. Manchmal gab es rote Zahlen, manchmal haben wir Gewinne gemacht. Aber es war doch schwer für mich. Bis ich eines Tages das Ruhegebet entdeckte und durch eine wunderbare Gebetsweise der Hingabe mich selber neu entdeckte. Ich hatte zum Alkohol gegriffen, ich war mit der Situation absolut nicht fertig geworden. Es war eine harte und sehr, sehr schwere Zeit. Heute möchte ich sie nicht missen. Es war wie so ein Scheuersack für Leib und Seele.

domradio.de: Mit 40 schlugen Sie dann Ihren ursprünglich geplanten Weg ein: Sie studierten Theologie. Was das der Befreiungsschlag in Ihrem Leben?
Dyckhoff: Das möchte ich sagen. Es war wie ein Sonnenaufgang - auch meiner Innerlichkeit -, dass ich wirklich das tun und meine Zeit damit verbringen konnte, was eigentlich immer schon ein tiefer Wunsch war. Obwohl ich während der zwölf Jahre geschäftlicher Arbeit wirklich gedacht habe, ich müsste Vater zuliebe bis an mein Lebensende hier arbeiten, genau das sei mir von Gott zugesandt. Das war manchmal sehr, sehr dunkel. Aber als ich dann die Möglichkeit hatte, einen Geschäftsführer einzustellen und Theologie zu studieren - das war eine Offenbarung!

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Das Gespräch führte Pia Klinkhammer.

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