09.11.2011

Vatikan-Kongress zu Forschung an adulten Stammzellen Die ethisch einwandfreie Alternative

Der Vatikan veranstaltet ab diesem Mittwoch einen internationalen Kongress zur Forschung an adulten Stammzellen. Der Vatikan will damit die spezifische Wissenschaft der adulten Stammzellforschung an die Öffentlichkeit tragen - und damit die Argumentation gegen eine Forschung an embryonalen Stammzellen stärken.

Organisiert wird die Tagung "Adulte Stammzellen: Die Wissenschaft und die Zukunft des Menschen und der Kultur" von der Abteilung "Wissenschaft und Glaube" des Päpstlichen Kulturrates, von dem biopharmazeutischen US-Unternehmen NeoStem und dessen Stiftung "Stem for Life Foundation". Von vatikanischer Seite sind auch der päpstliche Gesundheitsrat und die Päpstliche Akademie für das Leben beteiligt. Neben Medizinern, Philosophen, Theologen und Politikern sollen auch Patienten, die von adulter Stammzellforschung profitierten, an der dreitägigen Konferenz teilnehmen, hieß es am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Vatikan.

Themen der regenerativen Medizin und der adulten Stammzellen führten mitunter zu einem aufgeheizten Dialog zwischen Wissenschaft und Kultur. Es handele sich bei dem Thema nicht nur um medizinische oder biologische Fragen; das Thema berühre die "Gesamtheit der Wirklichkeit".

Nabelschnurblut oder Punktion des Beckenknochens
Der Vatikan lehnt die Forschung an embryonalen Stammzellen ab, die zur Tötung menschlicher Embryonen führt; er befürwortet jedoch die wissenschaftliche Nutzung adulter Stammzellen. Diese können etwa aus Nabelschnurblut oder durch eine Punktion des Beckenknochens gewonnen werden. Die Öffentlichkeit müsse besser über die klinischen Anwendungsmöglichkeiten der adulten Stammzellforschung aufgeklärt werden, sagte die Präsidentin der "Stem für Life Foundation", Robin Smith, bei der Pressekonferenz. Zur Nutzung embryonaler Stammzellen hingegen gebe es bislang keine sicheren Therapien.

Der Vatikan und NeoStem teilten das gemeinsame Interesse an der adulten Stammzellenforschung, erläuterte der Leiter der Wissenschaftsabteilung des Kulturrates, Tomasz Trafny, die Kooperation mit dem kommerziellen Unternehmen. Der Vatikan habe nicht nur eine Tagung veranstalten, sondern ein klares ethisches Statement aussenden wollen. Voraussetzung für die Zusammenarbeit sei gewesen, dass der Kooperationspartner ausschließlich mit adulten, nicht jedoch auch mit embryonalen Stammzellen arbeite. Dadurch mussten die meisten Universitäten und Unternehmen außen vor bleiben, so Trafny.

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