11.06.2011

Vatikan sorgt sich um Lage in Syrien – und Christen im Land Frage des Überlebens

In Syrien spitzt sich die Lage weiter zu: Die Armee unter Präsident Baschar al-Assad geht brutal gegen das eigene Volk vor. Es soll bereits Hunderte Tote gegeben haben. Weltweit wird das Vorgehen verurteilt. Der Vatikan sorgt sich um das Überleben der Christen im Land.

Vatikansprecher Federico Lombardi  sagte am Samstag in seiner wöchentlichen Kolumne für Radio Vatikan, dessen Intendant er ist, die aktuellen Vorgänge in Syrien seien "im Vergleich zu anderen Staaten der arabischen Welt besonders beunruhigend", weil sie "Züge einer Gewalt ohne Ausweg" trügen. In Syrien werde versucht, einen Krieg zwischen den Religionsgruppen zu provozieren, mit der Gefahr einer Auflösung der Gesellschaft. Lombardi rief zu Dialog, Meinungsfreiheit und einem sofortigen Ende der Gewalt der Gewalt auf.

Für die Christen Syriens, die etwa zehn Prozent der Bevölkerung ausmachen, sei die nationale Einheit eine Frage des Überlebens, unterstrich der Jesuit Lombardi. Daher müssten und wollten sie sich als aktive Mittler in einem ehrlichen nationalen Dialog anbieten, sagte er unter Hinweis auf einen Appell syrischer Ordensmitglieder.

Zugleich verwies Lombardi auf die jüngste Rede von Papst Benedikt XVI. an den neuen syrischen Vatikan-Botschafter, in der er sich klar für Reformen des politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lebens ausgesprochen hatte. Der Papst haben für Veränderungen plädiert, die sich nicht in Intoleranz, Diskriminierung oder Konflikten äußerten und erst recht nicht in Gewalt. Vielmehr komme es auf Respekt, Wahrheit, und friedliches Zusammenleben an, betonte Lombardi.

Mehr als 1.300 Tote
Bei den Angriffen auf die seit Wochen anhaltenden regierungskritischen Demonstrationen kamen Menschenrechtsorganisationen zufolge mehr als 1300 Menschen ums Leben, die meisten Opfer waren unbewaffnet. Allein am Freitag wurden nach Angaben von Aktivisten bei Protesten gegen das Regime von Präsident Assad landesweit 36 Menschen von Sicherheitskräften getötet.

Zu schweren Zusammenstößen soll es am Freitag unter anderem in der Stadt Maaret al-Numan gekommen sein, 40 Kilometer südöstlich von Dschisir al-Schughur. Tausende Demonstranten hätten dort Sicherheitskräfte überwältigt und das Gerichtsgebäude und eine Polizeiwache in Brand gesteckt, verlautete aus Kreisen der Opposition. Die Streitkräfte hätten daraufhin Panzergranaten abgefeuert.

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