06.02.2011

Kritik an kirchenkritischem Memorandum "Sofort zur Evangelischen Kirche übertreten"

Das kirchenkritische Memorandum katholischer Theologen sorgt weiter für Kritik: Der Theologe und Psychiater Manfred Lütz schlägt vor, wer als Katholik die Forderungen teile, könne "sofort zur Evangelischen Kirche in Deutschland übertreten". In der Debatte um die Ehelosigkeit von Priestern verwahrt sich derweil der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke gegen Druck von außen.

Lütz sagte in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", alle zwischen den Kirchen kontroversen Themen seien in den Forderungen im Sinne der evangelischen Lösung entschieden. Zur Begründung verwies der Theologe auf das Beispiel "einiger Anglikaner", die nicht mehr mit ihrer Kirche übereinstimmten und daraufhin zur katholischen Kirche übertraten.

Lütz kritisierte, durch ihre Erklärung werde nichts besser werden. Er warnte vor vertieften Spaltungen innerhalb der theologischen Fakultäten sowie innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz. Zudem würden die Menschen enttäuscht sein "von dem nicht enden wollenden innerkirchlichen Schlachtgetümmel". Der Psychiater sieht die Forderungen der Theologen durch "Macht und Machtlosigkeit" motiviert. Einerseits könnten Professoren "im Grunde tun und lassen, was sie wollen". Andererseits seien sie machtlos und würden "immer weniger ernst genommen". In den Medien, "überhaupt in keiner öffentlichen Debatte spielen sie noch eine wirkliche Rolle, da will man klare katholische Positionen, da will man möglichst einen Bischof".

Jaschke: Mit Druck kommen wir nicht weiter
Mit Blick auf die am Freitag veröffentlichte Erklärung von mittlerweile über Theologen, in der auch die Priesterweihe von Verheirateten gefordert wird, räumte Weihbischof Jaschke am Sonntag in Hamburg ein: "Diskussionen und Klärungen zum Zölibat sind notwendig. Mit öffentlichem Druck und in den Medien geführten Debatten kommen wir nicht weiter".

Der Weihbischof betonte, die Kirche dürfe sich nicht einem "Diktat von Mehrheitsmeinungen" unterwerfen; sie solle der "Versuchung zu einer billigen Anpassung" widerstehen. Der Zölibat müsse ein unbequemes wichtiges Zeichen der Freiheit für Gott und die Menschen bleiben. Jaschke wandte sich gegen ein "angepasstes Christentum "light"". Mit ihm mache sich die Kirche überflüssig und gebe sich der Lächerlichkeit preis.

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Morgenimpuls mit Schwester Katharina

Jeden Morgen von Montag bis Freitag on Air und Online: Schwester Katharina Hartleib aus Olpe begleitet Sie mit spirituellen Impulsen in den Tag.

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 19.10.
06:30 - 11:00 Uhr

DOMRADIO Der Samstag

  • 5 Jahre Seligsprechung von Papst Paul VI.
  • Syrien-Konflikt: Wie geht es den Christen vor Ort?
  • Recklinghausen Leuchtet 2019 - Die Sage von St. Peter
10:15 - 10:20 Uhr

Alle Wetter!

11:00 - 16:00 Uhr

DOMRADIO Der Samstag

  • Kölner Band "Und wieder Oktober" - live im Studio
  • Ludwig Schieffers Poptagebuch
  • Kulturkapellen in Trier
11:11 - 11:15 Uhr

Wort zum Samstag

11:00 - 16:00 Uhr

DOMRADIO Der Samstag

  • Kölner Band "Und wieder Oktober" - live im Studio
  • Ludwig Schieffers Poptagebuch
  • Kulturkapellen in Trier
Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

DOMRADIO.DE auch auf Alexa

Gottesdienste, Nachrichten und das Evangelium – jetzt täglich auch auf Ihrem Echo und Echo Show!

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Der tägliche Impuls von Weihbischof Puff