30.05.2010

Bistum feiert Silbernes Priesterjubiläum von Bischof Tebartz-van Elst Dankbar in Limburg

Das Bistum Limburg hat am Sonntag das Silberne Priesterjubiläum von Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst gefeiert. In einem festlichen Pontifikalamt mit zahlreichen Gästen im Hohen Dom zu Limburg dankte der Bischof von Limburg Gott für das Geschenk seiner priesterlichen Berufung.

"Heute kann ich nur dankbar bekennen, dass Gottes Melodie mein Leben als Priester in Schwingung gebracht hat. Singen kann man aber nicht allein. Dafür braucht es den, dem der Lobpreis gebührt: den dreifaltige Gott", sagte Bischof Tebartz-van Elst. Vor 25 Jahren wurde der Theologe im St. Paulus Dom zu Münster zum Priester geweiht worden.Die Festpredigt im Pontifikalamt hielt Dr. Gregor Maria Hanke. Der Bischof von Eichstätt betonte, dass es eine der wichtigsten Aufgaben des Priesters sei, den Menschen Gott nahe zu bringen. Das Volk Gottes suche die Nähe Gottes intuitiv und versammle sich deshalb um den Priester in der Feier der Eucharistie. Der Priester sei ein Gesandter und ein Bote der Nähe Gottes. Daher könne er nie als Star erscheinen wollen. Priestertum sei Sendung und nicht eine juristische Ausstattung mit Vollmachten. Es sei Geschenk und Berufung nicht eigene Leistung. Die Schönheit der Berufung zeichne sich darin aus, die Nähe Gottes zeigen zu dürfen. Nach Auffassung des Bischofs von Eichstätt sei es auch Aufgabe des Priesters den Menschen den Weg zu Gott zu weisen. Dabei sei der Priester nicht selbst der Weg. Vielmehr müsse er eine Ahnung vom Weg des Herrn haben. Bischof Hanke wünschte seinem Mitbruder im Bischofsamt, dass sein priesterliches Wirken eine heilsame Störung sein, damit das neue Leben Gottes anbrechen kann. Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst dankte am Ende des Pontifikalamtes seinen Eltern, seinen Geschwistern und der Großfamilie für ihre Unterstützung und Begleitung auf seinem bisherigen Lebensweg. Er dankte seinem Mitbruder, dem emeritierten Bischof von Münster, Reinhard Lettmann, für sein Kommen und seine Verbundenheit. Bischof Lettmann habe ihn zum Diakon, Priester und Bischof geweiht. "Er hat mir gezeigt, was bischöflicher Dienst ist und ich merke, wie oft ich an das denke, was er mir in meiner Berufung und für meinen Dienst mitgegeben hat", sagte Bischof Tebartz-van Elst. Er dankte auch dem emeritierten Weihbischof in Münster, Alfons Demming. Er war sein Vorvorgänger im Amt des Regionalbischofs für die Region Borken/Steinfurt. Zudem war Bischof Tebartz-van Elst Kaplan in der Pfarrei St. Johannes Baptist (Altenberge), in der Demming viele Jahre vorher Pfarrer war. Weihbischof Demming habe ihm auch einen Bischofsstab anvertraut, der ihm von der Gemeinde, in der beide wirkten, geschenkt worden war. "Wenn ich mich auf diesen Stab stütze, dann spüre ich in diesem Zeichen den Halt der Heimat und weiß um die Stütze des Glaubens, wo sich das Leben unbehaust anfühlen kann", so Bischof Franz-Peter. Der Bischof von Limburg dankte auch dem Erzbischof von Lemberg, Mieczyslaw Mokrzycki. Viele Jahre war dieser Sekretär von Papst Johannes Paul II. und auch von Papst Benedikt XVI. In Vertretung des Metropoliten und Erzbischofs von Köln, Joachim Kardinal Meisner, war Weihbischof Manfred Melzer nach Limburg gereist und hat die Glückwünsche der Erzdiözese überbracht. Als ein besonderes Geschenk hat Bischof Tebartz-van Elst das Kommen und die Predigt des Bischofs von Eichstätt, Gregor Maria Hanke, empfanden. Ihm dankte der Bischof für die Festpredigt und seine einfühlsame Weise, Gottes Wort zu deuten und zu verkünden. Von Herzen dankbar ist der Bischof von Limburg auch seinen Mitbrüdern im bischöflichen und priesterlichen Dienst im Hohen Domkapitel zu Limburg. "Ihr Gebet, Ihre treue Mitarbeit, das Zeichen brüderlicher Einheit, das Sie mir gegeben haben und die Communio, die wir an unserem Dom pflegen, haben mich bewegt und ermutigen", sagte der Bischof. Ein großes Geschenk ist für Bischof Tebartz-van Elst auch die Liturgie und die Kirchenmusik am Dom zu Limburg: Domchor, Mädchenkantorei, Domorchester und Domsingknaben seien wir eine Symphonie des Glaubens. Die Feierlichkeiten zum Silbernen Priesterjubiläum von Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst endete mit einer festlichen Pontifikalvesper im Hohen Dom zu Limburg. Die Festpredigt hielt der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn.

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