01.12.2009

Experten warnen vor Nachlässigkeit beim Kampf gegen Aids Keine Entwarnung

Zum Weltaidstag an diesem Dienstag warnen Politiker und Nichtregierungsorganisationen vor Nachlässigkeit im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit. Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler
wies auf die Bedeutung einer wirksamen Aids-Prophylaxe hin rief zur internationalen Solidarität mit den Aidskranken auf. Laut Angaben der Vereinten Nationen leben weltweit derzeit 33,4 Millionen Menschen mit dem HI-Virus.

Unicef machte besonders auf die Lage der rund 2,1 Millionen infizierten Kindern aufmerksam. Viele von ihnen blieben unversorgt, teilte das Kinderhilfswerk unter Bezug auf einen UN-Bericht zum Thema «Kinder und Aids» mit. Demnach wurden im Jahr 2008 rund 275.700 der weltweit 730.000 Kinder, die auf Aids-Medikamente angewiesen sind, behandelt. 280.000 Kinder seien an den Folgen der Krankheit gestorben. «Es ist zu befürchten, dass die weltweite Wirtschaftskrise die Auswirkungen der Aids-Epidemie auf Kinder und Jugendliche in Entwicklungsländern verschärft», sagte die Geschäftsführerin von UNICEF Deutschland, Regine Stachelhaus. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen forderte Pharmafirmen dazu auf, ihre Patente in größerem Umfang Herstellern von kostengünstigen Nachahmerprodukten zugänglich zu machen. «Mithilfe dieser Patente können lebensnotwendige Medikamente entwickelt und zu erschwinglichen Preisen als Generika produziert werden», so der zuständige Referent der Organisation, Oliver Moldenhauer. Unterdessen wies die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) auf einen Rückgang bei den HIV-Neuinfektionen hin. Demnach infizierten sich im Jahr 2008 weltweit rund 2,7 Millionen Menschen und damit 17 Prozent weniger als im Jahr 2001, hieß es. «Die neuen Zahlen der Vereinten Nationen zeigen ganz klar: Aufklärung und Verhütung helfen, die Aids-Epidemie einzudämmen und Leben zu retten», so DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr. Ähnlich äußerte sich auch der entwicklungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Holger Haibach, in Berlin. Trotzdem dürfe die Entwicklungspolitik in ihren Anstrengungen bei der Bekämpfung der Krankheit nicht nachlassen. Papst betet für AidskrankeBenedikt XVI. betet für die Aidskranken. Mit Blick auf den Welt-Aids-Tag denke er besonders an Kinder, Arme und Ausgestoßene, die von dieser Krankheit betroffen seien, sagte er beim Mittagsgebet am Sonntag auf dem Petersplatz. Zugleich forderte der Papst stärkere und besser koordinierte Bemühungen im Kampf gegen Aids. «Die Kirche hört nicht auf, sich durch eigene Einrichtungen und dessen Personal im Kampf gegen Aids aufzuopfern», sagte Benedikt XVI. Die Gläubigen rief er zum Gebet und zu konkreter Unterstützung auf, «damit die vom HI-Virus Betroffenen die Gegenwart Gottes erfahren, die Trost und Hoffnung gibt».

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