18.01.2008

Nachrichtenarchiv 18.01.2008 12:01 Kolumbien: Geisel-Vater demonstriert mit 1.400 Kilometer Fußmarsch

Der Kolumbianer Gustavo Moncayo (55) hat mit einem 1.400 Kilometer langen Fußmarsch für die Freilassung seines vor zehn Jahren von der Guerilla entführten Sohnes Pablo demonstriert.
Der Vater traf am Donnerstag (Ortszeit) in der venezolanischen Hauptstadt Caracas ein, wo er nach Presseberichten von Präsident Hugo Chávez empfangen wurde. Chávez hatte Anfang Januar bereits die Freilassung von zwei Frauen vermittelt.
Pablo Moncayo war 19 Jahre alt, als er von der linksgerichteten Guerilla FARC («Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens») entführt wurde. Er gehört zu den Geiseln, die am längsten in ihrer Gewalt sind. Die Aufständischen halten Schätzungen zufolge noch rund 750 Menschen gefangen.
Moncayo war vor zwei Monaten in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá aufgebrochen. Er will erreichen, dass sich die Guerilla und die Regierung Kolumbiens auf einen Gefangenenaustausch einigen. Dafür sammelte er auf seinem Protestmarsch mehr als zwei Millionen Unterschriften. In der Vergangenheit hatte die FARC angeboten, 45 Geiseln freizugeben, wenn die Regierung 450 inhaftierte Kämpfer aus den Gefängnissen entlässt.