17.01.2008

Nachrichtenarchiv 17.01.2008 14:49 Erzbischof: "Irak braucht die Christen"

Der von Gewalt heimgesuchte Irak ist nach Einschätzung des Erzbischofs von Kirkuk, Louis Sako, auf die Vermittlung von Christen angewiesen. "Mit unserer Aufgeschlossenheit können wir den anderen Religionen helfen, sehr viel besser ihre eigenen Beziehungen und Konflikte zu verstehen". Das sagte Sako im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Als Minderheit könnten die Christen ausgleichend wirken. Die jüngsten Bombenattentate auf Kirchen in mehreren irakischen Städten haben den Rückkehr-Hoffnungen vieler christlicher Flüchtlinge nach Worten Sakos vorerst ein Ende gesetzt. Er wertet die Anschlagserie zu Jahresbeginn als eine politische Botschaft an die Christen. Diese sollten nach Auffassung der Terroristen Position für oder gegen die amerikanischen Truppen beziehen. - Durch die anhaltende Gewalt und Abwanderung ist die Zahl der Christen seit dem Sturz des Saddam-Regimes von wohl mehr als 700.000 auf maximal 400.000 zurückgegangen