07.01.2008

Nachrichtenarchiv 07.01.2008 15:47 Kenia: Odinga sagt Proteste ab

Kenias Oppositionsführer Odinga hat die für heute geplanten Protestkundgebungen gegen die Wiederwahl von Präsident Kibaki abgesagt. Er hoffe jetzt, dass die Krise mit Hilfe internationaler Vermittlung beigelegt werden könne. So zitiert ihn der britischen Sender BBC. Er sei zuversichtlich, dass der Vermittlungsprozess in Kürze beginnen werde, sagte Odinga demnach nach einem Treffen mit US-Staatssekretärin Frazer. Deshalb würden alle Unterstützer seines "Orange Democratic Movement" landesweit darüber informiert, dass es heute keine Kundgebungen geben werde. - Odinga wirft der Regierung Betrug bei der Auszählung der Stimmen vom 27. Dezember vor. Auch internationale Beobachter hatten die Ergebnisse angezweifelt. Nach Polizeiangaben sind seit Beginn der schweren Unruhen vor über einer Woche 486 Menschen ums Leben gekommen, 250.000 sind auf der Flucht.