28.12.2007

Nachrichtenarchiv 28.12.2007 07:45 Pakistan: Unruhen nach Mord an Bhutto

Zu dem Mordanschlag auf die Oppositionsführerin Benazir Bhutto in Pakistan hat sich das Terrornetzwerk Al Kaida bekannt. Das berichten übereinstimmend das pakistanische Fernsehen und US-Behörden. Nach dem Attentat auf Bhutto ist es in ganz Pakistan zu schweren Unruhen gekommen, bei denen mindestens 30 Menschen getötet worden sind. Der Mordanschlag auf die Oppositionspolitikerin Bhutto rief weltweit Entsetzen hervor. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen erklärte auf einer Dringlichkeitssitzung in New York, der Anschlag sei eine Bedrohung des internationalen Friedens und der Sicherheit. Unterdessen rief der Oppositionspolitiker Sharif zum Boykott der für den 8. Januar angesetzten Parlamentswahl auf. Er forderte Staatspräsident Musharraf zum sofortigen Rücktritt auf. Unter ihm seien freie und faire Wahlen nicht möglich, sagte Sharif. - Die 54-jährige Oppositionspolitikerin war am Donnerstag bei einer Wahlkampfkundgebung von einem Selbstmordattentäter getötet worden. Bhuttos Kampfansage galt den islamischen Extremisten, die sich im Grenzgebiet zu Afghanistan festgesetzt haben.