26.11.2007

Nachrichtenarchiv 26.11.2007 07:51 Papst feierte erstmals Messe mit neuen Kardinälen

Papst Benedikt XVI. hat 23 neue Kardinäle ernannt. Bei der ersten gemeinsamen Messe im römischen Petersdom überreichte er am Sonntag jedem von ihnen, darunter dem deutschen Kurienerzbischof Paul Josef Cordes, den Kardinalsring. In seiner Predigt forderte er sie auf, sich für Frieden und Ökumene einzusetzen. "Möge das Gebet für Frieden und Einheit eure erste und vorrangige Mission sein, auf dass die Kirche ein Werkzeug der Einheit für das gesamte Menschengeschlecht werde", sagte der Papst. Beim anschließenden Angelusgebet äußerte Benedikt die Hoffnung auf einen positiven Ausgang der Nahost-Friedenskonferenz im US-amerikanischen Annapolis am kommenden Dienstag. Israelis und Palästinenser sollten bei dieser Gelegenheit mit Hilfe der internationalen Gemeinschaft den Friedensprozess wieder in Gang bringen. Ziel der Verhandlungen sei es, eine gerechte und endgültige Lösung für einen Konflikt zu finden, der "seit sechzig Jahren das Heilige Land mit Blut befleckt und so viel Tränen und Leid unter den beiden Völkern hervorgerufen" hat. Bei der feierlichen Liturgie zur Aufnahme der 23 Würdenträger in das Kardinalskolleg hatte der Papst den neuen Kardinälen am Samstag das rote Birett aufgesetzt. Die Purpurträger seien seine engsten Berater und Mitarbeiter bei der Leitung der Kirche, betonte er. Die internationale Zusammensetzung spiegele die Verbreitung des Christentums in unterschiedlichen Kulturen und Kontinenten. Der 73-jährige Cordes aus dem Sauerland wurde 1975 Weihbischof von Paderborn. Die Bischofsweihe empfing er durch den damaligen Erzbischof Degenhardt. 1980 holte ihn Papst Johannes Paul II. nach Rom, wo Cordes zunächst Vizepräsident des Rates für die Laien wurde. 1995 wurde er Erzbischof. Zehn der 18 neuen Kardinäle stammen aus Europa, zwei aus den USA. Zu den unter achtzigjährigen und damit bei einem Konklave für die Nachfolge des Papstes wahlberechtigten neuen Purpurträgern gehört auch der ehemalige Nuntius in Deutschland und heutige Gouverneur der Vatikanstadt, Erzbischof Giovanni Lajolo.