24.11.2007

Nachrichtenarchiv 24.11.2007 08:37 Christenmord in Malatya: Vorwürfe gegen Behörden

Zum Auftakt des Prozesses um die Ermordung von drei Christen im osttürkischen Malatya haben die Anwälte der Hinterbliebenen schwere Vorwürfe gegen die Behörden erhoben. Sie stellten die Tat als bedauerlichen Einzelfall dar. Dabei sollten die wahren Hintergründe unter den Teppich gekehrt werden, sagte der Anwalt der Nebenkläger, Kocak. Der überwiegende Teil der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsakten befasse sich mit der Frage, ob die drei Opfer für das Christentum missioniert hätten. Zudem seien in der Anklageschrift Namen und Adressen aller Mitglieder der protestantischen Gemeinschaft in der Türkei aufgeführt. Das mache jeden zur Zielscheibe, so der Anwalt. Die mutmaßlichen Mörder hatten im April in Malatya einen Deutschen und zwei christliche Türken in einem Bibelverlag ermordet.