23.10.2007

Nachrichtenarchiv 23.10.2007 15:47 OECD: Agrarzuschüsse der Industrienationen schaden Bauern armer Länder

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat die Subventionen für Bauern in Industrieländern als Bedrohung für Landwirte ärmerer Staaten kritisiert. Die Zuschüsse in Höhe von 214 Milliarden Euro müssten gekürzt werden, verlangte OECD-Handelsdirektor Tangermann in Genf. Die Bauern der 30 wohlhabenden OECD-Staaten wie Deutschland erhielten durch die Subventionen starke Anreize zur Überproduktion, etwa von Milch und Zuckerrüben. Die überschüssigen Produkte würden billig auf dem Weltmarkt angeboten. Damit würden die Bauern in ärmeren Staaten aus den Märkten verdrängt, so Tangermann.