08.10.2007

Nachrichtenarchiv 08.10.2007 15:45 Menschenrechtler: China soll alle Hinrichtungen aussetzen

Zum Welttag gegen die Todesstrafe am Mittwoch fordert Human Rights Watch (HRW) von China ein Moratorium aller Hinrichtungen. Peking solle im Vorlauf der Olympischen Spiele 2008 ein Zeichen des guten Willens setzen, erklärte der Asien-Beauftragte der Menschenrechtsorganisation, Brad Adams. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) müsse öffentlichen Druck auf China ausüben. Besonders besorgt zeigt sich HRW über Pläne zur Kriminalitätsbekämpfung, die die Regierung für die Olympischen Spiele angekündigt hat. Solche Maßnahmen seien voraussichtlich mit einem nochmaligen Anstieg von Todesurteilen und Hinrichtungen verbunden. In China sterben jährlich mehr Menschen durch die Todesstrafe als in allen Ländern der Erde zusammen. HRW geht von 7.500 Exekutionen pro Jahr aus.