13.09.2007

Nachrichtenarchiv 13.09.2007 10:54 Bosbach bestreitet Forderung nach Kovertiten-Register

Unionsfraktionsvize Bosbach (CDU) hat bestritten, ein Register für Konvertiten zum Islam gefordert zu haben. Er sei falsch zitiert worden und halte die Einführung einer solchen Datei nicht für sinnvoll, sagte Bosbach mehreren Tageszeitungen. Seine heftig kritisierte angebliche Äußerung komme in der fraglichen TV-Sendung des Bayerischen Rundfunks gar nicht vor. "Ich habe in der Sendung ziemlich genau das Gegenteil erklärt", sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion der "Rheinischen Post". Er habe sich ausdrücklich dagegen ausgesprochen, islamische Extremisten in einen Topf zu werfen mit Menschen, die etwa wegen der Eheschließung mit einem Muslim zum Islam übertreten. Lediglich bei einigen Verdächtigen, die durch ihre Kontakte mit Hasspredigern oder terroristischen Gefährdern auffielen, seien Hinweise auf einen Konvertiten-Status für die Sicherheitsbehörden von Bedeutung.