05.09.2007

Rekordangebot: Über 10.000 historische Sakralbauten am Tag des offenen Denkmals geöffnet "Orte der Einkehr und des Gebets"

Kirchen, Klöster und Synagogen stehen am Sonntag im Mittelpunkt des diesjährigen bundesweiten Tag des offenen Denkmals. Unter dem Motto "Orte der Einkehr und des Gebets - Historische Sakralbauten" öffnen in diesem Jahr bundesweit über 10.000 Denkmäler in mehr als 3.400 Städten und Gemeinden ihre Türen für Besucher. Allein in Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Bonn über 1.000 Kirchen, Klöster, Synagogen sowie Spitäler, Schulen und Stifte zu erkunden.

Der Erhalt kirchlicher Gebäude sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, erklärte der Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Gerhard Eichborn, am Dienstag vor Journalisten in Regensburg. Nach Ansicht der Kulturbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Petra Bahr, entdecken die Menschen die Sakralbauten wieder. Kirchen seien mehr als Museen oder Ausstellungshallen vergangener Glaubenskraft, betonte sie. Bundesweit wird der Tag von Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (SPD) in Regensburg eröffnet.Ein buntes Programm in ganz NRWIn NRW finden Auftaktaktionen an der Dorfkirche Stiepel in Bochum, in der Kaiserswerther Diakonie in Düsseldorf sowie in der Paderborner Abdinghofkirche statt. Attraktionen sind unter anderem die zum Restaurant "Glückundseligkeit" umgebaute Martinikirche in Bielefeld sowie das Landesmuseum für Klosterkultur im Kloster Dalheim und das Wandern auf dem "Kölner Jakobsweg". Das Westfälische Freilichtmuseum Detmold bietet an dem Tag eine biblische Führung zum Thema «Sakrale Gebäude und Zeichen der Frömmigkeit» an und auch der Essener Dom mit Domschatzkammer, die Dortmunder Reinoldikirche und die Zionskirche der von Bodelschwinghschen Anstalten Bethel in Bielefeld beteiligen sich an dem Programm. Geöffnet hat auch die Dortmunder Zentralmoschee. Zur Besichtigung laden zudem zahlreiche jüdische Synagogen und Friedhöfe ein.Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz rechnet mit 4,5 Millionen Besuchern. Seit 1993 ist der Tag des offenen Denkmals der deutsche Beitrag zu den "European Heritage Days" unter der Schirmherrschaft des Europarats. Bundesweit unterhält die evangelische Kirche rund 25.000 historische Sakralbauten, die katholische Kirche etwa 60.000 Gebäude.