27.08.2007

Ministerpräsident ruft Notstand in Griechenland aus - Wettervorhersage macht wenig Mut Flammendes Inferno

Bei den schlimmsten Waldbränden in Griechenland seit Jahrzehnten haben bisher über 60 Menschen ihr Leben verloren. Die Feuerwehr konnte zwar ein Übergreifen der Flammen auf das historische Olympia verhindern. Doch auch am Montag starben weitere Menschen in den Flammen. Ministerpräsident Karamanlis spricht von einer "nationalen Katastrophe". Internationale Hilfe ist inzwischen angelaufen. Deutschland will drei Hubschrauber stellen. Wenig Mut macht dagegen das Wetter: Es soll heiß und trocken bleiben.

Notstand fürs gesamte LandDer Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet, dass die Temperaturen in Griechenland auch in den nächsten Tagen kaum unter 30 Grad Celsius sinken werden. Eine wochenlange Hitzewelle mit Temperaturen um die 40 Grad hatte das Land austrocknen lassen, seit Monaten hat es nicht mehr geregnet. Auch in den kommenden Tagen ist kein Regen in Sicht. Der griechische Ministerpräsident Kostas Karamanlis sprach von einer "nationalen Katastrophe" und rief für das gesamte Land den Notstand aus. Die Flaggen an öffentlichen Gebäuden wurden auf Halbmast gesetzt. Am schlimmsten wüteten die Feuer im Westen der Halbinsel Peloponnes, auf der Insel Euböa und in der Region um Korinth. Einem Großaufgebot der Feuerwehr war es am Sonntag in letzter Minute gelungen, ein Übergreifen der Flammen auf das historische Olympia zu verhindern. "Das Feuer kam bis auf den Hügel über dem antiken Olympia, wurde aber gestoppt, bevor es die archäologischen Stätten erreichen konnte", sagte ein Feuerwehrsprecher. 45 Feuerwehrleute, 15 Löschfahrzeuge, sechs Flugzeuge und zwei Hubschrauber seien an dem Einsatz beteiligt gewesen. Angesichts dieses massiven Aufgebots der Feuerwehr in Olympia, fragen die Bewohner der ausgebrannten Dörfer, ob für die Rettung Olympias in ihren Dörfern Menschen sterben mussten. Internationale Hilfe läuftDie internationale Hilfe ist inzwischen angelaufen. Aus anderen EU-Staaten sind 13 Löschflugzeuge und Hubschrauber in Griechenland im Einsatz, darunter drei Hubschrauber aus Deutschland. Bei den schlimmsten Waldbränden seit Jahrzehnten sind 63 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes gibt es trotz des dramatischen Ausmaßes des Feuers bislang keine Hinweise, dass Deutsche betroffen sind.