20.05.2007

Nachrichtenarchiv 21.05.2007 00:00 Nach dem Anschlag: Afghanistan-Mandat in Diskussion

Nach dem tödlichen Attentat auf Bundeswehrsoldaten in Afghanistan ist die Diskussion über diesen Auslandseinsatz der Bundeswehr neu entbrannt. Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbands, Gertz, stellte den Militäreinsatz in Afghanistan in Frage. Wenn es keine radikale Änderung der Gesamtstrategie gebe, dann laufe die Bundeswehr Gefahr, am Hindukusch zu scheitern. Das sagte Gertz der "Mitteldeutschen Zeitung". - Verteidigungsminister Jung rechnet unterdessen trotz aller Kritik mit einer Verlängerung des Afghanistan-Mandats. Bei dem Anschlag am Samstag im nordafghanischen Kundus waren drei deutsche Soldaten getötet worden, fünf wurden verletzt. Vier der Verletzten sind seit gestern wieder zurück in Deutschland. Sie befinden sich mittlerweile im Bundeswehrkrankenhaus in Koblenz.