13.02.2007

Walfangkonferenz in Japan beginnt am Dienstag Streit zwischen Walfängern und Walschützern droht zu eskalieren

4700 Tonnen Walfleisch liegen in japanischen Kühlhäusern, denn auch den Japanern ist inzwischen der Appetit auf den Wal vergangen. Trotzdem kämpfen Japan und andere Staaten um weniger Beschränkungen für ihre Walfänger. Den Inselstaaten geht es heute vor allem um die Hoheit über die Meere. Darüber diskutieren die Mitglieder der Walfangkommission zur Zeit in Tokio.

Auf Einladung Japans sollen die Teilnehmer der Konferenz nicht über den Schutz der Wale, sondern über den Walfang diskutieren.  Japan will den Fang der bedrohten Tiere normalisieren und regulieren. 26 Teilnehmer, die den Schutz der Wale unterstützen, haben die Konferenz unter diesen Vorraussetzungen abgesagt. Seit  letzter Woche behindern Tierschützer japanische Fischer bei der Waljagd in antarktischen Gewässern. Der Streit um den Walfang ist dort jetzt eskaliert.  Montag kam es zu einem gewaltätigen Zusammenstoß zwischen der amerikanischen Tierschutzorganisation "Sea Shepard" und einem japanischen Walfangschiff. Von diesem gewaltbetonten Vorgehen distanziert sich Greenpeace. Stefanie Werner, Meeresbiologin und Aktivistin bei Greenpeace, über den Streit um den Schutz der Wale.