03.10.2006

Nachrichtenarchiv 04.10.2006 00:00 Transrapid-Unglück: Ermittlungen gegen Fahrdienstleiter

Nach dem Transrapid-Unglück im Emsland hat sich der Verdacht auf menschliches Versagen erhärtet. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt jetzt gegen die verantwortlichen Fahrdienstleiter wegen fahrlässiger Tötung. Den bisherigen Untersuchungen zufolge hätten die beiden Männer wissen müssen, dass sich der Werkstattwagen auf der Strecke befand. Warum die beiden Fahrdienstleiter den Transrapid am Freitag vor zwei Wochen auf die Trasse schickten, ist völlig unklar. Fest steht: beide waren sehr gut ausgebildet gewesen und die Leitstelle war ausreichend besetzt. Unklar ist auch, warum der verstorbene Lokführer des verunglückten Transrapids die Magnetschwebebahn in Gang setzte. Laut Funkverkehr habe er - genauso wie die Männer in der Leitstelle - gewusst, dass sich zu dem fraglichen Zeitpunkt der Betriebswagen auf der Strecke befand. Bei dem Unglück waren vor zwei Wochen im emsländischen Lathen 23 Menschen ums Leben gekommen.