12.03.2006

Nachrichtenarchiv 13.03.2006 00:00 GfbV: Milosevics Teilung Bosniens nie rückgängig gemacht

Trotz des Todes des Diktators Milosevic sei dessen großserbisches Projekt der Zerstörung von Bosnien-Herzegowina bis heute nicht rückgängig gemacht worden. Darauf weist die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hin. Bosnien sei de facto ein geteiltes Land. Die USA und Europa hätten Milosevics Serbien im Vertrag von Dayton die Hälfte des Territoriums überlassen. Die von dort vertriebenen nicht- serbischen Bosnier könnten in ihrer überwältigenden Mehrheit nicht dorthin zurückkehren. Der Westen habe Milosevics ethnische Säuberungen nie rückgängig gemacht. Milosevics Name bliebe verbunden mit den schrecklichsten Massakern seit dem Grauen der 40-er Jahre, so die Menschenrechtler.