02.04.2005

Nachrichtenarchiv 03.04.2005 00:00 Was geschieht nach dem Tod des Papstes - Sedivakanz

Weltweite Trauer nach dem Tod des Papstes: Zehntausende Menschen wollen ihm die letzte Ehre erweisen. Deshalb wird sein Leichnam im Petersdom aufgebahrt - eine von vielen Regelungen, die Johannes Paul II. bereits 1996 in einem Erlass festgelegt hatte. Darin finden sich zahlreiche Details - bis hin zur Kleiderordnung für die Kardinäle in diesen Tagen.

Weltweite Trauer nach dem Tod des Papstes: Zehntausende Menschen wollen ihm die letzte Ehre erweisen. Deshalb wird sein Leichnam im Petersdom aufgebahrt - eine von vielen Regelungen, die Johannes Paul II. bereits 1996 in einem Erlass festgelegt hatte. Darin finden sich zahlreiche Details - bis hin zur Kleiderordnung für die Kardinäle in diesen Tagen. Die Zeit, in der die katholische Kirche ohne Papst ist, also zwischen Tod des alten und der Wahl des neuen Papstes, heißt offiziell "Sedivakanz". In ihr wird die Kirche praktisch über Wasser gehalten", wie der deutsche Vatikandiplomat Richard Mathes formuliert. Praktisch nichts darf jetzt verändert werden. Wichtigster Mann derzeit: der vatikanische Kämmerer. Er muss dafür sorgen, dass Ring und Siegel von Johannes Paul II. zerbrochen und sein Zimmer versiegelt werden - und dafür das der Leichnam nur fotografiert wird, wenn er mit Messgewändern bekleidet ist. Täglich wird nun eine Totenmesse gefeiert - bis zum Tag, an dem der mit Holz eingefasste Metallsarg in der Krypta unter dem Petersdom beigesetzt wird.