07.01.2005

Nachrichtenarchiv 08.01.2005 00:00 Kritik an Verurteilung von Abtreibungen und Sterbehilfe: Kölner Kardinal bedauert Missverständnis

Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner hat auf die Kritik an seiner Predigt vom 06. Januar in einer Stellungnahme des Erzbistums reagiert. Kardinal Meisner: „Wenn ich geahnt hätte, dass mein Verweis auf Hitler missverstanden hätte werden können,  hätte ich seine Erwähnung unterlassen.

Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner hat auf die Kritik an seiner Predigt vom 06. Januar in einer Stellungnahme des Erzbistums reagiert. Kardinal Meisner: „Wenn ich geahnt hätte, dass mein Verweis auf Hitler missverstanden hätte werden können,  hätte ich seine Erwähnung unterlassen. Es tut mir Leid, dass es dazu gekommen ist." Der Vergleich von Heute mit den Zeiten unter Herodes, Hitler und Stalin beziehe sich allein darauf, dass Verfehlungen am menschlichen Leben geschehen seien, die sich darauf zurückführen ließen, dass sich Menschen zum Herrn über das Leben machen.Während der Messfeier zum Fest der Hl. Drei Könige hatte der Kölner Kardinal in seiner Predigt Abtreibungen mit scharfen Worten verurteilt. Die Predigt hatte heftige Reaktionen ausgelöst. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Spiegel, sprach von einer Beleidigung von Millionen von Holocaust-Opfern.Kardinal Meisners Sprecher Manfred Becker-Huberti im domradio-Interview.