25.04.2004

Das Kölner „domradio" findet immer mehr Hörer / In Rheinland-Pfalz landesweit auf Digital-Frequenz „Von Kardinälen empfohlen"

Was einst als befristetes Medienprojekt begann, ist nun seit fast vierJahren dauerhaft und erfolgreich auf Sendung: Das „domradio" des Erzbistums Köln sendet ein 24-stündiges professionelles Vollprogramm, das - mittels der neuartigen DAB-Technologie -seit kurzem auch flächendeckend in Rheinland-Pfalz zu hören ist.„Von führenden Kardinälen empfohlen" oder „Das Elfte Gebot: Du sollst .domradio' hören!" wirbt der erste katholische Kirchensender ebenso gewitzt wie unbescheiden mit seinem „guten Draht" zu Gott und dessen Bodenpersonal.Das Spartenprogramm, das zu Pfingsten 2000 startete und vom Bildungswerk der Erzdiözese getragen wird, bietet eine Rund-um-die-Uhr-Berichterstattung über „Gott und die Welt": Der Bistumssender hat aktuelle Informationen aus allen Lebensbereichen, Gottesdienstübertragungen und viele spirituelle Anregungen im Programm, angereichert mit Lebenshilfe, Beratung, Unterhaltung, Bildung und Kultur - von Ausflügen in die klassische oder geistliche Musik abgesehen zumeist von ruhigen, zeitgemäßen Popklängen umrahmt. Auch wenn sich das „domradio" der frohen Botschaft und christlichen Werten wie Nächstenliebe, Toleranz oder Solidarität verpflichtet fühlt und zu seinen theologischliturgischen Programmelementen steht, misst sich das zehnköpfige Redaktionsteam eher mit der Konkurrenz der kommerziellen und öffentlich-rechtlichen Sender als mit dem traditionellen Verkündigungsfunk: „Bei uns tropft kein Weihwasser raus", meint Chefredakteur Ingo Brüggenjürgen flapsig. Wie sich der Kölner Dom im Zentrum der Rheinmetropole befinde, stehe auch das „domradio" mitten im Leben und bemühe sich, ein offenes, meinungsbildendes und professionelles Programm zu machen, das gerne gehört werde und sich vor allem an kirchennahe Hörerinnen und Hörer über 3 5 Jahren wende.Unterstützt wird das Konzept des Senders, der aus einem Modell-' projekt zur 750-Iahr-Feier des Kölner Doms 1998 hervorging, nicht nur von „führenden Kardinälen", sondern sogar vom rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten. „Ich freue mich auf einen Sender, der christliche Überzeugungen prägt und transportiert und dennoch das gesamte Programm an Information und Kultur im Repertoire hat", meinte Kurt Beck über das „domradio", das seit kurzem in Rheinland-Pfalz über eine flächendeckende digitale DAB-Frequenz verfügt (für deren Empfang man allerdings ein ganz modernes Radio braucht).Rheinland-Pfalz: Lizenz ein Signal für engere KooperationFür den Sender, der bisher vor allem via Kabel (im Erzbistum Köln), Satellit oder Internet zu empfangen war und nach eigenen Angaben dennoch über 60 000 Stammhörer erreichte, ist die Lizenz ein Signal, noch stärker mit den rheinland-pfälzischen Bistümern zu kooperieren. Seitens der Diözese Trier liefert die „Paulinus"-Rundfunkre-daktion regionale Beiträge und Interview-Mitschnitte zu. Ein Engagement in weiteren Bistümern ist für den Sender denkbar: „Schließlich hat ja jede Diözese einen Dom", sagt Medien-Direktor Erwin Müller-Ruckwitt vom Erzbistum Köln augenzwinkernd. Genauere Infos zum Empfang unter www.domra-dio.de oder Telefon (02 2r) 25 88 60.