11.02.2003

Nachrichtenarchiv 12.02.2003 00:00 Von Hagens geht gegen Ausstellungsverbot vor

Der umstrittene Pathologe von Hagens will sich mit dem Verbot seiner Ausstellung "Körperwelten" in München nicht abfinden. Sein Institut kündigte ein Rechtsgutachten gegen die Entscheidung an. Demzufolge könne die Stadt München ihr Verbot nicht auf das Bayerische Bestattungsgesetz stützen. Bei den plastinierten Körpern handele es sich nämlich nicht um Leichen, sondern um neue wissenschaftliche Exponate. Die Körper würden nicht nur konserviert, sondern transformiert. – Der Münchner Stadtrat hatte am 29. Januar mit parteiübergreifender Mehrheit die umstrittene Ausstellung untersagt. Oberbürgermeister Ude betonte, Leichen dürften nicht zu einer "beliebig verfügbaren Sache" gemacht werden.