Blick auf den Kölner Dom
Blick auf den Kölner Dom
Erzbischof Ignatius Ayau Kaigama
Erzbischof Ignatius Ayau Kaigama
Dompropst Guido Assmann
Dompropst Guido Assmann
Der Domchor singt unter der Leitung von Domkapellmeister Eberhard Metternich.
Der Domchor singt unter der Leitung von Domkapellmeister Eberhard Metternich.

10.10.2021 - 10:00

Pontifikalamt im Kölner Dom Achtundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis

DOMRADIO.DE übertrug am achtundzwanzigsten Sonntag im Jahreskreis das Pontifikalamt aus dem Kölner Dom mit dem Erzbischof von Abuja in Nigeria, Ignatius Kaigama; Predigt: Dompropst Guido Assmann. Es sang der Ferienchor des Kölner Domchores unter der Leitung von Eberhard Metternich. An der Orgel: Ulrich Brüggemann.

Impuls zum Sonntagsevangelium (Mk 10,17–30)
von Sr. Angelika Bott OSB

Suche nach dem Sinn des Daseins
Als Menschen sind wir hineingenommen in eine Suchbewegung. Unser ganzes Leben lang suchen wir nach dem Sinn unseres Daseins. Wir Christen nennen diesen Zielpunkt unserer Suche »Gott«. So verschieden die Menschen auf der Erde, so verschieden sind die Suchbewegungen. Allen gemeinsam ist, dass der Weg zu Gott immer wieder neu eine Entscheidung verlangt: für ihn und damit gleichzeitig gegen manch irdische Güter oder Möglichkeiten. Die sind nicht per se schlecht, können auf dem Weg zu Gott aber hinderlich sein. Die Sehnsucht des reichen Jünglings nach dem ewigen Leben ist sicher echt und von großer Tiefe. Und dennoch sitzt die Liebe zum Reichtum, die Angst um sich selbst und der Wunsch nach materieller Sicherheit noch tiefer. Und das, obwohl Jesus ihm einen Schatz im Himmel versprochen hat.

»Wer kann dann noch gerettet werden?«
»Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach«, wird er gedacht haben, als er traurig wegging. Das kennen wir auch! Wer weiß schon, ob es den Schatz im Himmel dann auch gibt? Wer weiß schon, ob dieser Gott überhaupt existiert? Wer weiß schon, ob wir uns da nicht alle etwas vormachen? Wie oft machen sich solche Zweifel auch in uns breit?! Daher haben die Jünger Jesu schon recht, wenn sie fragen: »Wer kann dann noch gerettet werden?« Und auch Jesus ist Realist genug, wenn er antwortet: »Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich.« Wir können uns nicht selber retten und müssen es auch nicht! Durch das Sakrament unserer Taufe sind wir bereits gerettet und dürfen in aller Freiheit der Kinder Gottes unser Leben leben. Und am Ende unserer Tage können wir es zurücklegen in die Hände Gottes und auf»recht« vor sein Angesicht treten.

Aus: TeDeum – Das Stundengebet im Alltag, Oktober 2021, www.tedeum-beten.de