Gedenktag der Enthauptung Johannes des Täufers - Ein Beitrag von Martin Korden (Liturgie-Redaktion)

Gedenktag der Enthauptung Johannes des Täufers - Ein Beitrag von Martin Korden (Liturgie-Redaktion)

Gedenktag der Enthauptung Johannes des Täufers - Ein Beitrag von Martin Korden (Liturgie-Redaktion)

29.08.2018

5:20 Min.
Sendung: Anno Domini

Während am 24. Juni der Geburtstsag Johannes des Täufers begangen wird, erinnert die Kirche am heutigen Tag mit dem Gedenktag der Enthauptun des Johannes seines Todes. Die Evangelisten berichten, dass König Herodes Antipas Johannes ins Gefängnis werfen ließ. Johannes hatte es gewagt, die unrechtmäßige Ehe des Herrschers Herodes mit dessen Schwägerin Herodias öffentlich anzuprangern. Das wurde dem Heiligen zum Verhängnis, denn die mitangeklagte Herodias wollte Johannes daraufhin tot sehen. So stiftete sie ihre Tochter Salome an, von Herodes das Haupt des Johannes zu fordern. Herodes entsprach diesem Wunsch und ließ Johannes ermorden. Die Enthauptung war eine von den Römern übernommene Todesart und galt bei den Juden als besonders entwürdigent. Ein Gedenktag der Enthauptung des Johannes ist in der Ostkirche seit dem 4., in der Westkirche seit dem 5. Jahrhundert bekannt. In Anno Domini berichten wir heute von dem Mann der es wagte, den Herrscher Herodes zu kritisieren, der der Wegbereiter Jesu war und dessen Tun Grundlage für heutige Taufen war.