Knapp jedes siebte Bienenvolk in NRW starb im Winter

Schuld an den Verlusten sind oft Parasiten

Knapp jedes siebte Bienenvolk in Nordrhein-Westfalen hat den Winter nicht überlebt. 13,4 bis 15,4 Prozent der eingewinterten Bienenvölker sind gestorben, wie aus einer Auswertung des Fachzentrums für Bienen und Imkerei hervorgeht.

Bienen / © Sushaaa (shutterstock)

 Auch Informationen des Deutschen Imkerbundes haben dies bestätigt. Damit liegt der Verlust auf ähnlichem Niveau wie im Jahr zuvor. Zuvor war man von höheren Verlusten ausgegangen. "Wahrscheinlich haben die überdurchschnittlich hohen Temperaturen im Dezember die Bienenvölker weniger negativ beeinflusst, als dies in kälteren Überwinterungsphasen der Fall zu sein scheint. Das haben Auswertungen für frühere Jahre bereits gezeigt", erklärt Bienen-Experte Christoph Otten, der die Untersuchung verantwortet. Schuld an den Verlusten sind oft Parasiten wie Milben, die den Völkern zusetzen.

Für die Auswertung werden jährlich Zehntausende von Imkern in Deutschland befragt. Mehr als die Hälfte von ihnen waren vom Verlust mindestens eines Volkes betroffen. Bundesweit lag der Verlust bei rund 15 Prozent, also etwas über dem NRW-Schnitt. Die größten Verluste gab es im Norden - nämlich in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.

Insgesamt gibt es in Deutschland mehr als 100 000 Imker und eine Million Honigbienen-Völker. Die allermeisten Imker sind Hobby- oder Teilzeitimker, weniger als ein Prozent sind Vollzeit-Berufsimker. 

Quelle:
dpa