Deutschland wegen Kohle nur auf Platz vier der G20 im Klimaschutz

 (DR)

Kein einziger G20-Staat steuert im Klimaschutz auf dem richtigen Weg, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen. Deutschland kommt wegen seiner starken Kohlenutzung im Vergleich hinter Italien, Brasilien und Frankreich nur auf Platz Vier, wie der G20-Klimaschutz-Index feststellt, den Germanwatch und das NewClimate Institute veröffentlichte. Die USA und Saudi-Arabien liegen am unteren Ende der Rangliste.

In Paris war vereinbart worden, die Erderwärmung deutlich unter zwei Grad zu begrenzen. Die Gruppe insgesamt sei noch weit von einem verantwortungsvollen Kurs entfernt, beklagen die Klimaschützer. Doch einzelne Staaten - sowohl Industrienationen wie Italien, Frankreich und in Teilen auch Deutschland, als auch Schwellenländer wie Brasilien oder Indien - deuteten an, wie der Weg aussehen könnte.

Für Deutschland ergibt sich ein gemischtes Bild: Zwischen 2010 und 2014 hatte es hohe Zuwachsraten bei Wind- und Solarenergie vorzuweisen. Auch gibt es gute Noten in der internationalen Klimapolitik. Die sehr große Abhängigkeit von der Kohle, insbesondere Braunkohle, und die überdurchschnittlichen Pro-Kopf-Emissionen zusammen mit mittleren Noten für die nationale Klimapolitik verhinderten eine Platzierung weiter oben. (dpa)