Köln bekommt einen neuen Dompropst

Abschiedsfeier für Gerd Bachner

Das Kölner Domkapitel sucht einen neuen Dompropst. Gerd Bachner, seit 2015 Kölner in dieser Funktion, wird am 30. April aus seinem Amt scheiden. Eine Woche vor diesem Datum erreicht der Geistliche die Altersgrenze von 75 Jahren.

Dompropst Bachner zeigt die neue App / © Laufenberg (Erzbistum Köln)

Das teilte das Domkapitel am Freitag in Köln mit. Der Geistliche wird am 23. April 75 Jahre und erreicht dann die Altersgrenze, nach der Kölner Dompröpste entsprechend den Statuten beim Erzbischof ihren Rücktritt einreichen müssen. Einen Gottesdienst zur Verabschiedung hält der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki bereits am 26. April, wie es hieß. Anschließend gibt es einen Empfang.

Bis zu seinem Ausscheiden stünden noch viele Aufgaben an, sagte Bachner. Er habe noch keine Zeit gehabt, über den Abschied nachzudenken. Das Domkapitel wähle in einer seiner Sitzungen ab Mai einen neuen Propst. Domdechant Kleine leite die Wahl.

Seit 15 Jahren im Domkapitel

Bachner gehört seit 15 Jahren dem Domkapitel an. Geboren wurde Gerd Bachner während des Krieges im Jahr 1945. Auf der Flucht seiner Eltern aus Ostpreußen erblickte er in Burgstädt, in Sachsen das Licht der Welt. Seine Kindheit verbrachte er in Delmenhorst bei Bremen. In der Kirchengemeinde Sankt Franziskus-Xaverius in Düsseldorf hat sich Bachner während seiner Jugendzeit engagiert. Nach dem Abitur studierte er Philosophie und Theologie an der Universität Bonn und Köln. Während des Studiums verbrachte er auch drei Semester in Tübingen und besuchte Kurse der Dogmatik bei Prof. Dr. Ratzinger.

1972 wurde er im Erzbistum Köln zum Priester geweiht. Anschließend war Bachner drei Jahre als Kaplan in der Gemeinde St.Theodor in Köln-Vingst tätig. Zu gleichen Zeit hatte er auch das Amt des Dekanatsjugendseelsorgers im Dekanat Köln-Deutz inne und war stellvertretender Stadtjugendseelsorger in Köln. 1974 wurde er in den Erzbischöflichen Rat des Erzbistums Köln aufgenommen. Nachdem Bachner sieben Jahre als Repetent am Theologenkonvikt Collegium Albertinum in Bonn seinen Dienst geleistet hatte, wurde er zum Direktor gewählt. Zum "Kaplan seiner Heiligkeit" wurde Bachner im Jahr 1986 ernannt.

Drei Jahre später übertrug Joachim Kardinal Meisner ihm die Aufgabe des Regens am Kölner Priesterseminar. Diesen Dienst übernahm er zwölf Jahre lang. 2001 erfolgte dann der Ruf des Bischofs und Gerd Bachner übernahm die Leitung der Hauptabteilung Schule/Hochschule im Erzbischöflichen Generalvikariat. Im Jahr 2005 erfolgte die Berufung zum residierenden Domkapitular im Kölner Metropolitankapitel.

Leiter des Domkapitels

Die Motivation für seine Arbeit findet Bachner bei den vielen ehrenamtlichen Christen, "die nach Gott suchen, ihn bezeugen und sich für ihn und seine Botschaft einsetzen, dass Sein Wort, Seine Nähe die Menschen berührt."

Bei all den vielfältigen Diensten, die Gerd Bachner erfüllt, bleibt nicht viel Freizeit. Aber der regelmäßige Kontakt zur Familie und den Verwandten ist für ihn sehr wichtig. Früher hat Bachner sich bei Tischtennis und Wanderungen im Hochgebirge sportlich betätigt. Heute stehen vor allem die Musik, Museumsbesuche, Reisen und die geistlichen Führungen im Dom im Vordergrund.

Der Dompropst leitet das Domkapitel, das sich um den Erhalt der Kathedrale und die Gottesdienste dort kümmert sowie den Erzbischof berät. Wenn dieser zurücktritt oder stirbt, macht das Domkapitel dem Vatikan Vorschläge für seinen Nachfolger und wählt am Ende des Berufungsverfahrens einen Kandidaten aus einer Dreierliste des Papstes. Der Dompropst ist auch Chef der Dombauhütte mit rund 100 Mitarbeitern.

Quelle:
DR , KNA