Eine Kommission soll Missbrauch aufarbeiten
Eine Kommission soll Missbrauch aufarbeiten

12.03.2016

US-Erzbistum Philadelphia hat für Opfer Hilfen gezahlt 1,7 Millionen Dollar für Missbrauchsopfer

Das katholische Erzbistum Philadelphia hat im vergangenen Steuerjahr 1,7 Millionen US-Dollar - sprich 1,5 Millionen Euro - Hilfen für Opfer sexuellen Missbrauchs ausgegeben.

Diese Zahl nannte Erzbischof Charles Chaput in einem Gastbeitrag der Online-Zeitung "Philly Voice" am Freitag. Zugleich kündigte er ein Trainingsprogramm für "gesunde Beziehungen" an kirchlichen Schulen an. Die Kurse richteten sich an Jugendliche ab der neunten Klasse und begännen im Mai.

Missbrauchsbericht in Nachbarbistum

Als "besonders bitter" bezeichnete Chaput einen kürzlich veröffentlichten Missbrauchsbericht aus dem Nachbarbistum Altoona-Johnstown. Die Ergebnisse einer gerichtlichen Kommission dort weckten erneut "hässliche Empfindungen" bei vielen Menschen im eigenen Erzbistum, so Chaput.

Die Untersuchung einer Grand Jury unter Leitung von Pennsylvanias Generalstaatsanwältin Kathleen Kane hatte erbracht, dass zwei frühere Bischöfe von Altoona-Johnstown Hunderte Hinweise auf sexuellen Missbrauch durch mehr als 50 Priester zwischen 1966 und 2011 vertuscht oder nicht hinreichend ernst genommen hatten.

(KNA)

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