„Kein Erkenntnis-, sondern Handlungsproblem“
Politiker und Verbände betonen Missbrauch als gesamtgesellschaftliches Phänomen - und warnen vor Fixierung auf Kirche
Im Missbrauchsskandal mehren sich die Stimmen, die vor einer Fixierung auf Fälle in der katholischen Kirche warnen. Das meiste Leid geschehe nicht außerhalb, sondern in den Familien selber, so Kinderschutzbund und Evangelische Kirche. Gleichzeitig spricht sich die Bundesjustizministerin nun für eine unabhängige Untersuchungskommission aus. mehr...
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Römische Rückendeckung
Papst verlangt energisches Vorgehen in Missbrauchsskandalen
Für den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, war es ein schwieriges Gespräch über ein brisantes Thema (Video). Am Freitagmittag traf er mit Papst Benedikt XVI. zusammen und informierte über den Missbrauchsskandal in seiner Heimat. mehr...
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- Ein Beitrag von Radio Vatikan: Kardinal Schönborn zu Missbrauchsfällen in Österreichs katholischer Kirche (12.3.2010)
- Ein Beitrag von Tobias Fricke: Erzbischof Zollitsch nach dem Besuch beim Papst (12.3.2010)
- Ein Beitrag von Ingo Brüggenjürgen: Eine aktuelle Zusammenfassung der Missbrauchsdebatte (12.3.2010)
Verwandte Themen
Die Suche nach den Ursachen
Im Zuge des Missbrauchsskandals wird der Zölibat wieder diskutiert
Man müsse „nachdenken“, sagt Hamburgs Weihbischof Hans-Jochen Jaschke. Für eine teilweise „Aufhebung“ plädiert nun ZdK-Präsident Alois Glück. In Folge des Missbrauchsskandals ist der Zölibat wieder in die Diskussion geraten. Doch aus Rom kommen deutliche Worte. Und auch Kölns Generalvikar betont die Bedeutung dieser priesterlichen Pflicht. mehr...
Audio Beitrag
- Weihbischof Jaschke zur Rolle des Zölibats (12.3.2010)
- Ein Interview mit Dr. Dominik Schwaderlapp (Generalvikar des Erzbischofs von Köln): Der Zölibat (Gesamtinterview 45 Min.) (18.12.2009)
- Ein Interview mit Helga Peteler (Psychotherapeutin mit Schwerpunkt Missbrauch): Der Zölibat ist nicht die Ursache (3.2.2010)
Selbstmitleid unangebracht
Wiens Kardinal Schönborn spricht Tacheles
Kardinal Christoph Schönborn hat sich angesichts der Fälle sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche gegen Selbstmitleid in der Kirche gewandt. Auch wenn es schmerzlich sei, müssten die Mitglieder der Kirche in diesen Tagen Anfeindungen aushalten. „Es muss uns zuerst um das Leid der Opfer und nicht um die eigene Befindlichkeit gehen“, sagte Schönborn bei einer Pressekonferenz in Wien. mehr...
Hab Erbarmen Herr mit den Opfern!
Das Gebet zum Wochenende mit dem Kölner Generalvikar
In seinem Gebet zum Wochenende dankt der Kölner Generalvikar Dr. Dominik Schwaderlapp für erfüllte Pilgertage in Ars. Zusammen mit über 130 Priestern sei man beim Pfarrer von Ars quasi noch einmal in die Schule gegangen und habe so das Leben des großen Heiligen erfahren können. Am Ende einer Woche, die wieder einmal durch die Debatte um Missbrauchsfälle bestimmt wurde, bittet der Generalvikar aber auch um das Erbarmen für die Opfer von Missbrauch und um Einsicht für die Täter. So wie der Pfarrer von Ars müsse man Buße tun für die eigenen Sünden - aber auch für die Sünden anderer. mehr...
Schmerzhafte Wahrheiten
Der Skandal um die „Legionäre Christi“ erschüttert Mexikos Kirche
Das Doppelleben des 2008 gestorbenen Ordensgründers Marcial Maciel Degollado erschüttert die Kirche Mexikos: Missbrauchsvorwürfe gegen Maciel standen bereits seit Jahren im Raum, seit wenigen Tagen aber erreichen die Meldungen über das Ausmaß der Verfehlungen neue Dimensionen. mehr...
Freue Dich
Das Wort zum Samstag am 13. März 2010
Willibert freut sich - auf Lätare, den vierten Fastensonntag, den Tag der „überschäumenden Freude in der Dunkelheit“. Ein aktueller Tag, findet der Bergische Jung, in einer Zeit, in der „unsere geliebte Kirche in einer dunklen Krise steckt“. mehr...
Mit dem Geist der Avantgarde
Günther Uecker wird 80 Jahre alt
Seine Nagelbilder machten ihn international berühmt: In den 60er Jahren schlug Günther Uecker „eiserne Pinsel“ in Holzplatten, Stühle und Tische. 1964 trieb er bei einer Ausstellungseröffnung gar unzählige Nägel in ein blank poliertes, nagelneues Klavier - deutsche Nachkriegskunst und in diesem Sinne sehr zeitgenössisch. mehr...
Ausgerechnet Deutschland!
Ausstellung zur jüdisch-russischen Einwanderung seit 1989
Eine Ausstellung des Frankfurter Jüdischen Museums versucht nun eine erste historische Bestandsaufnahme jüdisch-russischer Einwanderung in die Bundesrepublik seit 1989 - keine 50 Jahre nach dem Holocaust. mehr...
Theologin in der Regierung
Baden-Württemberg beauftragt Staatsrätin für Dialog der Religionen
Sie ist neben Kultusministerin Marion Schick das zweite neue Gesicht in der baden-württembergischen Landesregierung: die katholische Theologin Regina Ammicht Quinn. Ministerpräsident Stefan Mappus berief sie nun zur Staatsrätin, um den „interkulturellen und interreligiösen Dialog und die gesellschaftliche Werteentwicklung zu stärken“. Eine bundesweite Premiere. mehr...
Resolut und sensibel
CDU-Politikerin Hanna-Renate Laurien 81-jährig verstorben
„Hanna-Granate“ nannten Freund und Feind sie wegen ihres charmant-resoluten Auftretens, und sie konnte darüber grinsen. Selbst Gegner brachten Hanna-Renate Laurien stets Respekt und oft Sympathie entgegen. Außer als Bildungspolitikerin wurde Laurien vor allem als profilierte Katholikin bekannt. mehr...
Verhärtete Fronten
Bundesjustizministerin verteidigt Konzept der zwei runden Tische
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat das Konzept der zwei Runden Tische zum Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche verteidigt. Die katholische Kirche dagegen bleibt bei ihrem Plan, am Schröder-Schavan-Tisch teilzunehmen und der Veranstaltung der Justizministerin fernzubleiben. mehr...
Audio Beitrag
- Die Höhepunkte der Illner-Sendung (12.3.2010)
- Ein Interview mit Mathias Kopp (Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz): Kirche unterstützt staatliche Strafverfolgungsbehören vorbehaltlos (10.3.2010)
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„Fassungslos und trostlos“
Kardinal Meisner äußert sich zu Missbrauchsfällen
Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner hat sich am Freitag zu den Fällen sexuellen Missbrauchs in katholischen Einrichtungen geäußert. Er sagte: „Die Trauer, der Schmerz und auch der Zorn über das schreckliche Versagen von manchen Priestern und anderen Mitarbeitern machen mich fassungslos und trostlos.“ mehr...
Sechs Jahre für Dreistigkeit
Haftstrafe für Ex-Mitarbeiter des Bistums Limburg
Wegen Untreue in Millionenhöhe zu Lasten des Bistums Limburg muss der frühere Leiter des Katholischen Rentamtes Nord des Bistums für sechs Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Der Richter erkannte eine „erhebliche kriminelle Energie“ und „Dreistigkeit in hohem Maße“. mehr...
Der Superreiche unter Armen
Der Mexikaner Carlos Slim führt neue „Forbes“-Liste an - viele Landsleute hungern
Erstmals krönte das US-Magazin „Forbes“ einen Bürger eines Schwellenlandes zum reichsten Menschen der Welt, den mexikanischen Unternehmer Carlos Slim. Millionen seiner Mitbürger gehören zu den Ärmsten der Welt, sagt Stefanie Hoppe vom Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat im domradio.de-Interview. mehr...
„Ohne uns geht nichts“
NRW-Minister Armin Laschet zur Reform der Entwicklungshilfe
Bei der Reform der staatlichen Entwicklungshilfeorganisationen wollen auch die Bundesländer ein Wort mitreden - daran will der für Internationale Zusammenarbeit in Nordrhein-Westfalen zuständige Landesminister Armin Laschet keine Zweifel aufkommen lassen. mehr...