Kardinal Woelki bei der Predigt
Kardinal Woelki predigt

28.02.2016

Kardinal Woelki sieht Europa vor einer Bewährungsprobe "Das sind wir unserer Geschichte schuldig"

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki sieht Europa vor einer Bewährungsprobe. Die Mitgliedsstaaten seien herausgefordert, Menschlichkeit gegenüber Notleidenden und Solidarität untereinander zu üben, sagte er am Sonntag in Köln.

Er forderte ein Einwanderungsgesetz, legale Wege der Zuwanderung sowie ein uneingeschränktes Recht auf Asyl. "Das sind wir unserer Geschichte und einem Europa der Freiheit schuldig", so Woelki.

Lebensrecht der Menschen schützen

"Auch in diesen Tagen, in denen diejenigen lauter werden, die nie daran glauben wollten, dass wir das schaffen, sterben Menschen in vielen Regionen der Welt", sagte der Kardinal. Dabei verwies er auf die Flüchtlinge, die "auf dem gnadenlosen Weg über den Balkan und durchs Mittelmeer" sterben. Keine Gesellschaft und auch nicht der Staat dürften darauf verzichten, das Lebensrecht der Menschen zu schützen, "sei es jung oder alt, geboren oder ungeboren, behindert oder nicht behindert, mit legalem Aufenthaltsstatus oder ohne".

Predigt in der Kölner Basilika Sankt Ursula

Woelki äußerte sich bei einem Gottesdienst in der Kölner Basilika Sankt Ursula. Diesen feierte er mit Teilnehmern des "Rhein-Meeting", einer dreitägigen Tagung der geistlichen Gemeinschaft "Communio e Liberazione" zu gesellschaftspolitischen und religiösen Themen.

(KNA)

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