Privataudienz bei Franziskus: Portugals neuer Staatspräsident Marcelo Rebelo de Sousa
Privataudienz bei Franziskus: Portugals neuer Staatspräsident Marcelo Rebelo de Sousa
Oktober 2013: Franziskus vor Madonna von Fátima
Oktober 2013: Franziskus vor Madonna von Fátima

17.03.2016

Privataudienz bei Franziskus Portugals Präsident lädt Papst zu Fatima-Feiern 2017 ein

Portugals neuer Staatspräsident Marcelo Rebelo de Sousa hat Papst Franziskus förmlich zum Besuch des Jubiläums im Marienheiligtum Fatima 2017 eingeladen. Sousa hatte dies im Vorfeld seiner Privataudienz im Vatikan am Donnerstag angekündigt.

Es handelte sich um die erste Auslandsreise Rebelo de Sousas nach seinem Amtsantritt am 9. März. Fatima begeht im Mai 2017 den 100. Jahrestag der Erscheinungen der Muttergottes an die Hirtenkinder Jacinto und Francisco Marto sowie Lucia dos Santos. 

Franziskus hatte den portugiesischen Bischöfen bereits 2015 eine Zusage für Mai 2017 gegeben. Der Besuch könnte mit einem Besuch auf Madeira verbunden werden, hatte der Bischof der Inselhauptstadt Funchal, Antionio Cavaco Carrilho, damals mitgeteilt. Berühmt ist das in Monte bei Funchal befindliche Grab des letzten österreichischen Kaisers Karl I. (1887-1922); er wurde 2004 seliggesprochen.

"Maria ist keine Postbeamtin"

Kurz nach seiner Wahl im März 2013 hatte der marienfromme Franziskus sein Pontifikat unter den Schutz der Muttergottes von Fatima gestellt. Zugleich äußerte er später wiederholt skeptisch gegenüber Privatoffenbarungen. Maria sei "keine Postbeamtin, die Botschaften überbringt".

In Fatima, 130 Kilometer nördlich von Lissabon, erschien nach dortiger Überlieferung die Muttergottes insgesamt sechsmal drei jungen Hirtenkindern, erstmals am 13. Mai 1917. Jährlich pilgern Hunderttausende nach Fatima.

Papst Benedikt XVI. (2005-2013) war 2010 der dritte Papst, der den Wallfahrtsort besuchte. Paul VI. kam 1967 nach Fatima; Johannes Paul II. reiste 1982, 1991 und 2000 dorthin. Dass er am 13. Mai 1981 ein Attentat auf dem Petersplatz schwer verletzt überlebte, schrieb der Papst aus Polen dem Schutz der Muttergottes von Fatima zu. Das über Jahrzehnte unter Verschluss gehaltene "Dritte Geheimnis von Fatima" deutete er als Hinweis auf den Anschlag auf dem Petersplatz.

(KNA)

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