Foto des Unternehmens Euroimmun aus Lübeck zeigt Kulturzellen, die mit dem Zika-Virus infiziert wurden
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04.02.2016

Kardinal Maradiaga: Abtreibung bei Zika-Infektion keine Lösung "Morde verschleiern"

Der von Moskitos übertragbare Zika-Virus lässt werdende Mütter aus Angst vor einer Infektion einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen. Auch Mediziner raten zum Abbruch. Kardinal Maradiaga kritisiert dies.

Der honduranische Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga hat Mediziner kritisiert, die Schwangeren im Falle einer Zika-Infektion zur Abtreibung raten. "Ich sage dazu ganz klar: Es gibt keine therapeutische Abtreibung", wird der Geistliche von lateinamerikanischen Medien am Donnerstag zitiert. Der Begriff sei ein Widerspruch in sich, der dazu diene, "einen Mord zu verschleiern".

Das vor allem durch Mücken übertragene Zika-Virus breitet sich derzeit besonders in Lateinamerika aus und steht im Verdacht, durch eine Infektion von Schwangeren Schädelfehlbildungen (Mikrozephalie) bei Neugeborenen zu verursachen. "Wir sind mit einem Gesundheitsnotstand konfrontiert", so der Kardinal weiter. "Zika" sei nicht bloß ein Wort, sondern ein Aufruf.

"Wir können dem nicht gleichgültig gegenüberstehen." Maradiaga rief alle Katholiken dazu auf, die Krankheit zu bekämpfen.

(KNA)

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