Kinder leiden nach Ansicht des evangelischen Altbischofs Wolfgang Huber unter einem zunehmend durchgeplanten Alltag. "Das Leben von Kindern darf nicht von Anfang an auf ihren Gebrauchswert reduziert werden", forderte der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland im evangelischen Monatsmagazin "chrismon" (Februar-Ausgabe). Wenn Kinder nur deshalb gefördert würden, damit es später mehr Facharbeiter gebe, sei das eine "unerträglich ökonomische Reduktion des Menschen".
Der Berliner Altbischof sagte, er möge das Wort Ehrgeiz nicht. "Ich kann nicht überhören, dass in dem Wort Ehrgeiz das Wort Geiz steckt." Für ihn gelte ein Satz seines älteren Bruders: "Es kommt nicht darauf an, dass du besser bist. Es kommt darauf an, dass du gut bist."