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7.11.2011

Kirchen in Indien fordern Aufhebung der Sonderrechte der Armee

Indiens Nationaler Kirchenrat fordert eine Aufhebung der Sonderrechte der Armee in den nordöstlichen Bundesstaaten sowie in Kaschmir. Das Sondergesetz, das der Armee ein Recht zu Todesschüssen, willkürlichen Verhaftungen und Immunität vor Strafverfolgung gebe, habe in den betroffenen Bundesstaaten zu massiven Menschenrechtsverletzungen geführt, erklärte der Rat protestantischer und orthodoxer Kirchen am Montag in Neu Delhi. Allerdings habe sich die "Situation von Recht und Ordnung" in den Staaten zuletzt "beträchtlich verbessert". Der Exekutivsekretär des Kirchenrates, Samuel Jayakumar, forderte die Regierung auf, neue Wege zu finden, um Vertrauen in der Bevölkerung aufzubauen und Frieden und Stabilität zu stärken. Der Kirchenrat sei der festen Überzeugung, "dass es nur Frieden geben kann, wenn Gerechtigkeit garantiert ist". Die Sonderrechte der Armee wurden 1958 für die Bundesstaaten Assam und Manipur eingeführt, 1972 auf Staaten wie Mizoram und Nagaland sowie 1990 auf Kaschmir und Jammu ausgeweitet. Diese Bundesstaaten sind seit Jahrzehnten Schauplatz ethnischer und religiöser Konflikte.

( kna )