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21.2.2011

Ärzteverband für Palliativmedizin statt Sterbehilfe

Der Landesverband Nordrhein des Hartmannbundes hat sich gegen eine Liberalisierung ärztlicher Sterbehilfe und für eine Weiterentwicklung der Hospiz- und Palliativversorgung schwerstkranker Menschen ausgesprochen. "Ärztliches Handeln beim Sterbeprozess eines Menschen darf auch in Zukunft nicht aktives Beschleunigen oder Beschaffung von tödlichen Substanzen sein", erklärte der stellvertretende Landesvorsitzende des Ärzteverbandes, der Palliativarzt August-Wilhelm Bödecker, am Montag in Düsseldorf. Er wandte sich dagegen, Töten oder Beihilfe zum Suizid als freie Option ärztlicher Verhaltensweise zu legalisieren. Hintergrund ist die aktuelle Diskussion innerhalb der Ärzteschaft über eine Liberalisierung beim Thema Sterbehilfe. Die Bundesärztekammer hatte in der vergangenen Woche überarbeitete Grundsätze zur Sterbebegleitung vorgelegt, in denen es heißt, ärztliche Beihilfe zur Selbsttötung sei "keine ärztliche Aufgabe". Bislang lautete die Formulierung, eine Mitwirkung des Arztes beim Suizid widerspreche dem ärztlichen Ethos. Mit der Änderung würden "die verschiedenen und differenzierten individuellen Moralvorstellungen von Ärzten in einer pluralistischen Gesellschaft anerkannt", hatte Bundesärztekammer-Präsident Jörg-Dietrich Hoppe erklärt.

( epd )