16.12.2009
Papst kritisiert Legalisierung von Abtreibung und Sterbehilfe
Erinnerung an Prinzipien
Unter Hinweis auf den mittelalterlichen englischen Theologen Johannes von Salisbury (um 1115 bis 1180) sagte Benedikt XVI., die staatlichen Gesetze müssten überall auf der Grundlage des universellen Naturrechtes stehen und die Würde des Menschen schützen.
Im Blick auf das Verhältnis von Staat und Kirche forderte Benedikt XVI. eine „ehrliche“ Laizität, welche die religiöse Freiheit achte und die Solidarität in der Gesellschaft fördere. Zugleich warnte er insbesondere Kulturschaffende und Medien vor einer „leeren Rhetorik“, die nicht aus dem Wahren, Guten und Schönen erwachse.
Johannes von Salisbury, den der Papst als einen der bedeutendsten mittelalterlichen Theologen und Philosophen würdigte, befasste sich in seinem Werk eingehend mit dem Verhältnis von Staat und Kirche sowie mit dem Thema Bildung.
(kna)