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Gary Lukas Albrecht Freitag,
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Gary Lukas Albrecht


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13.10.2009

„Alternativer Nobelpreis“ geht nach Äthiopien, Kongo und Neuseeland

Klimawandel, Atomwaffen, Gesundheitsversorgung

Das Engagement gegen Klimawandel und Atomwaffen sowie für eine bessere Gesundheitsversorgung in Afrika wird in diesem Jahr mit dem „Alternativen Nobelpreis“ geehrt. domradio.de stellt die Preisträger der mit je 50.000 Euro dotierten Auszeichnung vor. - Christine Hoffmann von Pax Christi würdigt im domradio-Interview den Neuseeländer Alyn Ware.

Bild
  • Die Gewinner des ''Alternativen Nobelpreises'' 2009

    Die Gewinner des "Alternativen Nobelpreises" 2009 (©dr)

Audio Beitrag
  • Ein Interview mit Christine Hoffmann (Pax Christi): Zum Gewinner des Alternativen Friedensnobelpreises Alyn Ware (13.10.2009)
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Die Geehrten haben sich laut Jury beispielhaft dafür eingesetzt, „den Klimawandel zu begrenzen, die Welt von Atomwaffen zu befreien“ und „lebenswichtige medizinische Behandlung auch für die Armen und Benachteiligten bereitzustellen“. Der undotierte Ehrenpreis geht an den kanadischen Wissenschaftler David Suzuki. Der „Alternative Nobelpreis“ wird in diesem Jahr zum 30. Mal vergeben.

Die Preisträger
Der Biologe René Ngongo (Jahrgang 1961) aus der Demokratischen Republik Kongo setzt sich seit mehr als 15 Jahren für den Erhalt des Regenwaldes in seinem Heimatland ein. Auch während des Bürgerkriegs (1996-2002) habe er unter Einsatz seines Lebens Lobbyarbeit gegen die Ausbeutung des zweitgrößten Tropenwald-Gebietes der Welt betrieben und nachhaltige Landwirtschaftsprojekte für die lokale Bevölkerung initiiert, würdigte die Jury. Ngongo, der auch das Büro der Umweltschutzorganisation Greenpeace im Kongo aufgebaut habe, sei einer der wichtigsten Umweltschutz-Experten des Landes.

Die Ärztin Catherine Hamlin (1924) engagiert sich in Äthiopien für Frauen mit Geburtsfisteln. Hamlin, die in Australien geboren wurde, stelle seit 50 Jahren „die Gesundheit, Hoffnung und Würde von Tausenden ärmster afrikanischer Frauen wieder her“, erklärte die Jury. In einer von ihr gegründeten Klinik in der Hauptstadt Addis Abeba würden Frauen aus ganz Äthiopien kostenlos behandelt. Auf ihre Initiative hin seien regionale Gesundheitszentren aufgebaut worden, um die fortdauernde Behandlung zu gewährleisten.

Der Neuseeländer Alyn Ware (1962) setzt sich seit 25 Jahren weltweit für Frieden und Abrüstung ein. Er sei „einer der weltweit effektivsten Friedensarbeiter“, würdigte die Jury. Ware ist Vizepräsident des Internationalen Friedensbüros und hat UN-Initiativen zur Abrüstung initiiert.

Der kanadische Zoologe David Suzuki (1936) macht seit Jahrzehnten auf die Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam. Sein Engagement als Wissenschaftler, Autor und Produzent von Fernseh-Sendungen „für die soziale Verantwortung der Wissenschaft, sowie zur Aufklärung über die Gefahren des Klimawandels“ werde mit der Auszeichnung geehrt, teilte die Jury mit.

Verleihung am 4. Dezember
Die Verleihung der Preise findet am 4. Dezember im Schwedischen Parlament statt. Offiziell heißt der Preis Right Livelihood Award. Gewöhnlich werden vier Preisträger oder Initiativen ausgezeichnet, einer davon erhält einen undotierten Ehrenpreis. Seit 1980 wurden insgesamt 133 Menschen und Initiativen aus 57 Ländern gewürdigt.

Der Right Livelihood Award, den Uexküll aus dem Erlös seiner Briefmarkensammlung stiftete, ehrt Menschen, „die praktische und beispielhafte Antworten auf die dringendsten Herausforderungen unserer Zeit gefunden haben“. Der Preis wird auch über Spenden finanziert.

(epd,dr)

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