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Gary Lukas Albrecht Mittwoch,
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Gary Lukas Albrecht


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16.6.2009

Christlich-buddhistisches Projekt mit Tina Turner

Das Verbindende suchen

Sie sind drei Frauen aus drei unterschiedlichen Glaubenswelten: die amerikanische Sängerin und Baptistin Tina Turner und die beiden Schweizerinnen Regula Curti und Dechen Shak-Dagsay, eine Christin und eine Buddhistin. Für das Gesangsprojekt „Beyond“, „Jenseits“, haben sie das gesucht, „was uns im Glauben verbindet“.

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  • Tina Turner: Ich wartete schon lange auf diese Möglichkeit

    Tina Turner: Ich wartete schon lange auf diese Möglichkeit (©ddp)

Das Ergebnis: eine CD mit 13 christlichen Gebeten und buddhistischen Mantras, die Tina Turner um einen geistlichen Impuls ergänzt. Seit Dienstag ist die von Universal produzierte CD im Handel.

Alles habe mit einem Statement des Dalai Lama angefangen, erinnert sich Curti. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter rief 2005 bei einer Zeremonie dazu auf, die eigene Religion zu pflegen und zu vertiefen. Dazu gehöre auch die Suche nach gemeinsamen Werten - über Glaubensgrenzen hinweg.

Curti und Shak-Dagsay beschlossen daraufhin, eine CD mit christlichen und buddhistischen Gebeten aufzunehmen. „Wir ergründeten unsere eigene religiöse Tradition und inspirierten uns gegenseitig“, erzählen die beiden Sängerinnen.

Curti gesteht, ihr habe lange Zeit eine Bindung an den Protestantismus gefehlt. Erst die buddhistische Praxis habe sie wieder an die „göttliche Instanz“ gebunden. Um Stoff für „Beyond“ zu sammeln, besuchte Curti verschiedene christliche Klöster. Einmal sei ihr nach einem Gottesdienst eine Nonne gefolgt und habe ihr ein vierstimmig gesetztes Halleluja in die Hände gedrückt, erzählt sie. „Da wusste ich: Das kann kein Zufall sein.“ Die Ordensfrau habe wohl sichtlich gespürt, wie berührt sie von der Feier gewesen seien.

Christliche Gebete und buddhistische Mantras werden in den Stücken nebeneinandergestellt und ergeben so eine Einheit. Da gibt es den Schweizer Alpensegen, der „wie eine herausgerufene Botschaft um Schutz für die Lebewesen bittet“, erklärt Shak-Dagsay. Das buddhistische Mantra „Avalokiteshvara“ sei in seiner Bedeutung nahezu identisch. Es bitte um vom Glück gesegnete Wege für alle Kreaturen. Der Sängerin zufolge haben sich die christlichen und buddhistischen Gebete „ganz natürlich“ zusammengefügt. „Es gab keinen Moment, in dem wir krampfhaft suchen mussten.“

„Einen Kanal zu Gott“ finden
„Ich wartete schon lange auf diese Möglichkeit“, soll Weltstar Tina Turner auf die Anfrage der beiden Schweizerinnen geantwortet haben. Die amerikanische Sängerin, die in Zürich lebt, fühlt nach eigenem Bekunden seit Jahrzehnten Sympathien für die buddhistische Lehre. Curti und Shak-Dagsay sind stolz: Turners gesprochenes Statement zum Auftakt der CD stehe für die spirituelle Qualität des Projekts.

Es sei wohl der ganzheitliche Aspekt aus Körper, Seele und Geist, der viele Menschen für den Buddhismus empfänglich mache, erklärt Shak-Dagsay die Begeisterung für die fernöstliche Glaubenslehre, die sich auch in Deutschland zunehmend verbreite. Curti vermisst sinnliche Rituale in den christlichen Kirchen, vor allem im Protestantismus: „Der Körper ist da ganz weg.“ Der Buddhismus gebe dem gestressten Leib wieder Ruhe und ermögliche es so, „einen Kanal zu Gott“ zu finden. „Wenn wir dahin auch im Christentum zurückkommen, werden wieder viel mehr Menschen in die Kirche gehen.“ Das sei auch die Botschaft von „Beyond“ - den eigenen Glauben wieder erlebbar zu machen.

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